Im ADAC-Test 2025 teilen sich der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 und der Continental AllSeasonContact 2 mit der Gesamtnote 2,3 (gut) den Sieg unter 16 Ganzjahresreifen der Größe 225/45 R17. Vier Reifen erhalten das Urteil gut, vier befriedigend, vier ausreichend und vier mangelhaft. Acht Reifen sind damit nicht empfehlenswert.
Der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 und der Continental AllSeasonContact 2 teilen sich den Testsieg mit der Gesamtnote 2,3 (gut).
Der ADAC hat die 16 Ganzjahresreifen auf trockener, nasser und winterlicher Fahrbahn getestet. Die Ergebnisse wurden am 24. Juni 2025 veröffentlicht. Die Bewertung stützt sich auf zwei Säulen: Fahrsicherheit (70 Prozent Gewichtung) und Umweltbilanz (30 Prozent). In die Fahrsicherheit fließen trockene Fahrbahn, nasse Fahrbahn und winterliche Fahrbahn ein. Die Umweltbilanz setzt sich aus Laufleistung, Reifenabrieb, Effizienz, Geräusch und Nachhaltigkeit zusammen. Testpartner sind ÖAMTC und TCS, die Prüfmethoden und Bewertungsmaßstäbe werden gemeinsam mit diesen Partnern abgesichert.
Das Testfeld zeigt eine große Spreizung: Zwischen den Testsiegern (Note 2,3) und den schlechtesten Reifen (Note 5,5) liegen über drei Notenstufen. Der ADAC formuliert es so: Von 16 getesteten Reifenmodellen fallen vier mit mangelhaft komplett durch, weitere vier schneiden nur mit ausreichend ab und sind daher ebenfalls nicht zu empfehlen.
Getestet wurde auf dem VW Golf. Die Ergebnisse gelten für alle Fahrzeuge, die diese Reifengröße laut Zulassungsbescheinigung fahren dürfen. Die vollständige Ergebnistabelle finden Sie weiter unten.
Der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 und der Continental AllSeasonContact 2 erreichen beide die Gesamtnote 2,3 und damit das Urteil gut. Beide kosten laut ADAC-Preiserhebung rund 135 Euro pro Stück.
Der Continental ist laut ADAC der einzige Reifen im Testfeld, der sowohl bei der Fahrsicherheit (Note 2,4) als auch bei der Umweltbilanz (Note 2,2) ein gutes Ergebnis erzielt. Er zeigt weder auf trockener noch auf nasser Fahrbahn Schwächen und überzeugt auch bei winterlichen Bedingungen. Wer einen Reifen sucht, der in allen Disziplinen zuverlässig funktioniert, trifft mit dem Continental eine sichere Wahl.
Der Goodyear liegt im Endergebnis gleichauf, wirkt laut ADAC bei sommerlichen Temperaturen aber nicht ganz so präzise wie der Continental. Seine Stärken liegen beim Bremsen und Handling auf nasser Straße sowie bei der Umweltbilanz (Note 1,6). Besonders hervorzuheben: Der Goodyear hält voraussichtlich rund 68.000 Kilometer, bis sein Profil abgefahren ist. Damit schlägt er alle anderen Testkandidaten deutlich bei der Laufleistung. Zum Vergleich: Beim zweitplatzierten Continental liegt die prognostizierte Laufleistung erheblich darunter. Wer Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer des Reifens betrachtet, spart mit dem Goodyear trotz des gleichen Kaufpreises.
Auf den Plätzen drei und vier folgen der Pirelli Cinturato All Season SF3 (127 Euro, Note 2,5) und der Bridgestone Turanza All Season 6 (126 Euro, Note 2,5). Beide erhalten damit ebenfalls das ADAC-Urteil gut.
Der ADAC beschreibt alle vier guten Reifen so: Sie schaffen es, den grundsätzlichen Zielkonflikt zwischen gutem Grip im Sommer bei hohen Temperaturen und dem im Winter auf Eis und Schnee gut aufzulösen. Der Pirelli Cinturato überzeugt laut ADAC beim Bremsen und Handling auf nasser Straße sowie bei der Umweltbilanz (Note 2,2). Der Bridgestone Turanza punktet ebenfalls auf nasser Fahrbahn und zeigt eine ausgewogene Umweltbilanz (Note 2,4). Beide lassen lediglich auf winterlicher Fahrbahn leicht Federn. Wer überwiegend in milden Regionen fährt und selten mit Schnee rechnet, findet hier eine solide Alternative zu den beiden Testsiegern. Falls Sie nach reinen Winterreifen suchen, hilft der Ratgeber Winterreifen 225/50 R17 Test weiter.
| Platz | Reifen | Preis in Euro | ADAC-Gesamtnote | Urteil |
| 1 | Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 | 135 | 2,3 | gut |
| 2 | Continental AllSeasonContact 2 | 135 | 2,3 | gut |
| 3 | Pirelli Cinturato All Season SF3 | 127 | 2,5 | gut |
| 4 | Bridgestone Turanza All Season 6 | 126 | 2,5 | gut |
| 5 | Michelin Crossclimate 2 | 145 | 2,7 | befriedigend |
| 6 | Dunlop All Season 2 | 123 | 2,9 | befriedigend |
| 7 | BFGoodrich Advantage All-Season | 129 | 2,9 | befriedigend |
| 8 | Viking FourTech Plus | k.A. | 3,0 | befriedigend |
| 9 | Vredestein Quatrac Pro+ | 121 | 3,8 | ausreichend |
| 10 | Barum Quartaris 5 | 107 | 3,9 | ausreichend |
| 11 | Nexen N'Blue 4Season 2 | 104 | 3,9 | ausreichend |
| 12 | Superia Ecoblue2 4S | 83 | 3,9 | ausreichend |
| 13 | CST Medallion All Season ACP1 | 81 | 4,8 | mangelhaft |
| 14 | APlus AS909 | 84 | 4,9 | mangelhaft |
| 15 | Arivo Carlorful A/S | 72 | 5,5 | mangelhaft |
| 16 | Petlas Multi Action PT565 | 97 | 5,5 | mangelhaft |
Vier weitere Reifen empfiehlt der ADAC mit dem Urteil befriedigend: den Michelin Crossclimate 2 (145 Euro, Note 2,7), den Dunlop All Season 2 (123 Euro, Note 2,9), den BFGoodrich Advantage All-Season (129 Euro, Note 2,9) und den Viking FourTech Plus (Preis k.A., Note 3,0).
Laut ADAC haben diese Reifen spezifische Stärken und Schwächen. Michelin, Dunlop und BFGoodrich überzeugen vor allem auf winterlicher Fahrbahn, der Dunlop zusätzlich bei den Umwelteigenschaften (Umweltbilanz Note 1,6). Der Viking ist in keinem Bereich besonders gut oder schlecht, sodass laut ADAC der Preis den Ausschlag geben könnte. Der Michelin ist mit 145 Euro der teuerste Reifen im Testfeld, zeigt aber eine starke Umweltbilanz (Note 2,1).
Bei der Wahl zwischen diesen Modellen kommt es darauf an, auf welche Eigenschaften Sie am meisten Wert legen. Wer viel auf winterlichen Straßen unterwegs ist, profitiert vom Dunlop oder BFGoodrich. Wer besonders auf niedrige Betriebskosten achtet, ist mit dem Michelin oder dem Dunlop gut beraten. Allerdings kann keiner der vier auf trockener Fahrbahn uneingeschränkt überzeugen, was die Fahrsicherheitsnoten von 3,0 bis 3,4 zeigen.
Vier Reifen erhalten das Urteil ausreichend und sind damit laut ADAC nicht empfehlenswert: der Vredestein Quatrac Pro+ (121 Euro, Note 3,8), der Barum Quartaris 5 (107 Euro, Note 3,9), der Nexen N'Blue 4Season 2 (104 Euro, Note 3,9) und der Superia Ecoblue2 4S (83 Euro, Note 3,9). Bei diesen Reifen führt eine schwache Fahrsicherheitsnote zur Abwertung der Gesamtnote.
Der ADAC weist darauf hin, dass auch bekannte Markennamen kein Garant für ein gutes Produkt sind. Der Barum Quartaris 5 stammt vom selben Konzern wie Continental, schneidet aber deutlich schlechter ab, vor allem auf trockener Fahrbahn. Auch Vredestein und Nexen enttäuschen.
Die vier mangelhaften Reifen sind der CST Medallion All Season ACP1 (81 Euro, Note 4,8), der APlus AS909 (84 Euro, Note 4,9), der Arivo Carlorful A/S (72 Euro, Note 5,5) und der Petlas Multi Action PT565 (97 Euro, Note 5,5). Auf winterlicher Fahrbahn (CST und Petlas) oder auf nasser Straße (Arivo und APlus) fehlt laut ADAC der Halt. Diese Reifen sind als Ganzjahresreifen schlicht ungeeignet. Schlechte Bremswege auf nasser oder winterlicher Fahrbahn sind laut ADAC Grund genug, von diesen Reifen abzuraten.
Die getestete Reifengröße 225/45 R17 passt laut ADAC auf eine Vielzahl von Modellen vornehmlich aus der Kompakt- und Mittelklasse. Das Spektrum reicht von der Mercedes A-Klasse über den Hyundai i30, den Peugeot 308 und den Seat Leon bis zum Opel Meriva, Škoda Octavia und Toyota Corolla. Als Testfahrzeug diente der VW Golf.
Ob die Größe für Ihr konkretes Fahrzeug zugelassen ist, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I und im CoC-Papier (Certificate of Conformity). Die Reifengröße muss exakt mit der freigegebenen Dimension übereinstimmen, sonst erlischt die Betriebserlaubnis. Wer die passende Reifengröße selbst berechnen möchte, findet eine Anleitung im Ratgeber Reifengröße berechnen. Wer eine andere Dimension fährt, findet weitere ADAC-Testergebnisse in unseren Ratgebern zu Ganzjahresreifen 205/55 R16 und Ganzjahresreifen 185/65 R15.
Die Zahlenfolge auf der Reifenflanke lässt sich einfach entschlüsseln: 225 gibt die Breite in Millimetern an, 45 das Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent, R steht für Radialbauweise und 17 für den Felgendurchmesser in Zoll. Nach dieser Größenangabe folgen Lastindex und Geschwindigkeitsindex.
Ganzjahresreifen tragen auf der Flanke das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Nur mit diesem Zeichen gelten sie laut StVO als wintertauglich und dürfen bei winterlichen Straßenverhältnissen gefahren werden. Weitere Informationen zur gesetzlichen Pflicht finden Sie im Ratgeber Winterreifenpflicht. Zum Thema Mindestprofiltiefe und rechtzeitigem Wechsel informiert unser Ratgeber Winterreifen-Profiltiefe.
Das Alter eines Reifens erkennen Sie an der DOT-Nummer. Was diese Ziffern bedeuten und ab wann ein Reifen zu alt ist, erklärt der Ratgeber Reifenalter ablesen. Tipps zum saisonalen Wechsel gibt der Ratgeber Winterreifen wechseln, und die Kosten für die Einlagerung fasst der Ratgeber Reifen einlagern zusammen. Wer nach den besten Winterreifen sucht, findet unsere Übersicht unter Beste Winterreifen 2026.
Alle Noten, Preise und Angaben stammen aus dem ADAC-Ganzjahresreifen-Test vom 24.06.2025. Prüfen Sie vor dem Kauf die aktuellen Preise, da diese je nach Händler schwanken.
Der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 und der Continental AllSeasonContact 2 teilen sich den Testsieg mit der Gesamtnote 2,3 (gut).
Der ADAC hat 16 Ganzjahresreifen dieser Größe getestet. Vier erhalten das Urteil gut, vier befriedigend, vier ausreichend und vier mangelhaft.
Laut ADAC passt die Größe auf Fahrzeuge der Kompakt- und Mittelklasse, darunter Mercedes A-Klasse, VW Golf, Hyundai i30, Peugeot 308, Seat Leon und Škoda Octavia.
Nicht unbedingt. Im ADAC-Test schneiden die vier günstigsten Modelle (72 bis 97 Euro) alle mit mangelhaft ab. Die empfehlenswerten Reifen kosten zwischen 121 und 145 Euro.
Ja. ÖAMTC und TCS sind Testpartner des ADAC. Die Bewertungsmaßstäbe und Prüfmethoden werden gemeinsam abgesichert, die Ergebnisse gelten für alle drei Organisationen.
Laut ADAC hält der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 voraussichtlich rund 68.000 Kilometer und schlägt damit alle anderen Testkandidaten bei der Laufleistung deutlich.
Stand: September 2026. Preise und Bedingungen können sich ändern, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.