Winterreifen 225/50 R17 im ADAC Test 2026

Der Pirelli Cinturato Winter 3 gewinnt den ADAC Winterreifentest 2026 in der Dimension 225/50 R17 mit der Gesamtnote 2,2. Von 16 getesteten Winterreifen erhalten nur vier die Bewertung gut. Sechs Reifen fallen mit mangelhaft durch, darunter auch Modelle der bekannten Marken Falken und Toyo Tires. Den Test hat der ADAC gemeinsam mit dem ÖAMTC und dem TCS durchgeführt.

Die vier besten Winterreifen 225/50 R17

Der Pirelli Cinturato Winter 3 steht an der Spitze des Testfelds und erreicht die ADAC-Gesamtnote 2,2. Er überzeugt mit der besten Fahrsicherheit im gesamten Test (Teilnote 2,1). Besonders auf nasser Fahrbahn setzt der Pirelli Maßstäbe: kurze Bremswege, hohe Aquaplaning-Reserven und ein präzises Handling sorgen für die Bestnote in dieser Kategorie. Auch auf trockener und winterlicher Fahrbahn liefert er ein ausgewogenes Ergebnis.

Der Continental WinterContact TS 870 folgt mit der Gesamtnote 2,3. Dieses Modell bietet ebenfalls ein sehr hohes Sicherheitsniveau und punktet mit kurzen Bremswegen auf trockener und nasser Fahrbahn. Lediglich bei der Präzision auf trockener Straße und im Schnee-Handling gibt es leichte Abzüge.

Der Goodyear UltraGrip Performance 3 (Note 2,4) kombiniert eine hohe Laufleistung mit ausgewogener Leistung in allen Disziplinen und zeigt nur geringe Schwächen auf Schnee und Eis. Der Michelin Alpin 7 (Note 2,5) beeindruckt mit seinen Eigenschaften auf winterlicher Fahrbahn, zeigt aber auf trockener Fahrbahn ein etwas weniger präzises Lenkgefühl.

Auffällig: Die besten Reifen sind nicht in einer einzelnen Disziplin herausragend. Vielmehr gelingt ihnen der Spagat zwischen trockener, nasser und winterlicher Fahrbahn. Moderne Winterreifen müssen in Mitteleuropa auf allen Oberflächen funktionieren, da im Winter überwiegend auf trockenen oder nassen Straßen gefahren wird.

Alle Testergebnisse 225/50 R17 im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt alle 16 Winterreifen im ADAC-Test 2026 in der Reihenfolge ihrer Gesamtbewertung. Der Test wurde gemeinsam vom ADAC, dem österreichischen ÖAMTC und dem Schweizer TCS durchgeführt. Die Bewertungsskala reicht von 0,6 (sehr gut) bis 5,5 (mangelhaft). Seit 2023 setzt sich das ADAC-Gesamturteil zu 70 Prozent aus der Note für Fahrsicherheit und zu 30 Prozent aus der Umweltbilanz zusammen. Bei ausgeprägten Schwächen in einem Einzelkriterium greift ein Abwertungsmechanismus, der verhindert, dass mangelhafte Leistungen in einer Disziplin durch gute Ergebnisse in anderen Bereichen ausgeglichen werden.

Sechs Winterreifen fallen mit mangelhaft durch

Sechs der 16 getesteten Reifen erhalten die Bewertung mangelhaft und sind laut ADAC nicht empfehlenswert. Der Sunwide Snowide ist dabei ein besonderer Fall: Er erzielt auf Schnee die beste Teilnote des gesamten Testfelds (1,3), fällt aber durch extrem schwammiges Fahrverhalten auf trockenem Belag und gravierende Schwächen bei Nässe auf die Gesamtnote 5,5. Je nach Kurvenverlauf zeigt sich sehr früh eine Tendenz zum Unter- oder Übersteuern. Beim Bremsen auf nasser und trockener Fahrbahn sowie beim Aquaplaning quer liefert der Sunwide durchgängig mangelhafte Ergebnisse.

Auch zwei bekannte Marken fallen durch: Der Falken Eurowinter HS02 Pro (Note 4,8) zeigt ein sehr schwaches Schnee-Handling. Der Toyo Tires Observe EWS1 (Note 5,3) fährt auf trockener und nasser Fahrbahn fast auf dem Niveau der Premiumhersteller, bricht auf Schnee aber komplett ein. Beim Handling gelingt es dem Reifen nicht, ausreichend Seitenführung zu erzeugen, sodass das Fahrzeug früh zum Unter- oder Übersteuern neigt.

Die günstigen Reifen Tracmax Ice-Plus S210 (Note 5,4), Aptany RW211 (Note 5,4) und Royal Black Royalwinter UHP (Note 5,5) zeigen schwerwiegende Defizite sowohl auf Nässe als auch auf Schnee. Der Tracmax fällt in beiden Disziplinen gleichzeitig durch.

ADAC Winterreifentest 225/50 R17: Alle Ergebnisse 2026
PlatzReifenPreis in EuroADAC-GesamtnoteUrteil
1Pirelli Cinturato Winter 31492,2gut
2Continental WinterContact TS 8701502,3gut
3Goodyear UltraGrip Performance 31482,4gut
4Michelin Alpin 71652,5gut
5Bridgestone Blizzak 61432,6befriedigend
6Hankook Winter i*cept RS31222,7befriedigend
7ESA+TECAR Supergrip Pro2n.a.2,7befriedigend
8Dunlop Winter1202,9befriedigend
9Yokohama BluEarth Winter V906983,1befriedigend
10Vredestein Wintrac Pro+1143,1befriedigend
11Falken Eurowinter HS02 Pro1084,8mangelhaft
12Toyo Tires Observe EWS11085,3mangelhaft
13Tracmax Ice-Plus S210685,4mangelhaft
14Aptany RW211615,4mangelhaft
15Royal Black Royalwinter UHP855,5mangelhaft
16Sunwide Snowide1165,5mangelhaft

Wie groß sind die Unterschiede beim Nassbremsen?

Auf nasser Fahrbahn zeigen sich die größten Sicherheitsunterschiede zwischen den getesteten Winterreifen. Continental WinterContact TS 870 und Pirelli Cinturato Winter 3 bringen das Testfahrzeug (Audi A4 Avant mit Frontantrieb) aus 80 km/h bereits nach rund 35 Metern zum Stehen. Der Sunwide Snowide benötigt fast 12 Meter mehr Bremsweg und fährt an derselben Stelle noch mit etwa 40 km/h weiter.

12 Meter entsprechen ungefähr drei Fahrzeuglängen. Dieser Unterschied kann im Ernstfall darüber entscheiden, ob ein Fahrzeug rechtzeitig vor einem Hindernis zum Stehen kommt oder mit hoher Restgeschwindigkeit aufprallt. Insgesamt liegen zwischen den besten und den schlechtesten Reifen beim Bremsen auf nasser Fahrbahn mehr als 10 Meter.

Der ADAC weist darauf hin, dass sich Autofahrer beim Kauf nicht allein auf das EU-Reifenlabel verlassen sollten. Die Tests zeigen, dass das Label die Gesamtperformance auf Nässe nicht immer korrekt widerspiegelt.

Befriedigende Reifen im Mittelfeld

Sechs der getesteten Reifen landen im Mittelfeld und erhalten Gesamtnoten von 2,6 bis 3,1. Diese Modelle können mit leichten Schwächen in bestimmten Bereichen durchaus gute Dienste leisten.

Den oberen Bereich des Mittelfelds bilden der Bridgestone Blizzak 6 (Note 2,6) und der Hankook Winter i*cept RS3 (Note 2,7). Der ESA+TECAR Supergrip Pro2 (Note 2,7) wird ausschließlich in der Schweiz vertrieben. Der Dunlop Winter (Note 2,9) fällt im Mittelfeld durch seine herausragende Umweltbilanz auf.

Yokohama BluEarth Winter V906 und Vredestein Wintrac Pro+ (beide Note 3,1) schließen das Mittelfeld ab. Die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle lassen sich in der obigen Detailwertung vergleichen: Wer überwiegend bei Regen oder Schnee fährt, sollte die Teilnoten der jeweiligen Kategorie beachten.

Wie schneidet die Umweltbilanz ab?

Die Umweltbilanz macht seit 2023 insgesamt 30 Prozent des ADAC-Gesamturteils aus. Sie setzt sich zusammen aus Laufleistung (40 Prozent), Reifenabrieb (20 Prozent), Effizienz (20 Prozent), Geräusch (10 Prozent) und Nachhaltigkeit (10 Prozent). Die Nachhaltigkeitsnote berücksichtigt unter anderem das Herstellungsland, ein zertifiziertes Umweltmanagement und Produktionsrückstände am Neureifen.

Bei der Umweltbewertung steht nicht der Testsieger Pirelli an der Spitze, sondern der Dunlop Winter. Mit dem geringsten Abrieb und einer prognostizierten Laufleistung von rund 59.300 Kilometern erreicht der Dunlop den Bestwert des gesamten Testfelds (Umweltbilanz-Note 1,8). Auch der Goodyear UltraGrip Performance 3 schneidet mit der Note 2,0 hervorragend ab.

Diese Ergebnisse zeigen: Premiumreifen sind bei der Umweltbilanz nicht automatisch die bessere Wahl. Laufleistung und Abrieb hängen stark vom jeweiligen Modell ab und nicht allein vom Preis oder der Marke.

Für welche Autos passt 225/50 R17?

Die Bezeichnung 225/50 R17 beschreibt die Reifendimension: 225 Millimeter Reifenbreite, 50 Prozent Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite, R für Radialbauweise und 17 Zoll Felgendurchmesser. Der im Test verwendete Zusatz 98V gibt den Lastindex (bis 750 kg pro Reifen) und den Geschwindigkeitsindex (bis 240 km/h) an.

Diese Reifengröße ist für zahlreiche Modelle der Mittelklasse zugelassen. Laut ADAC reicht das Spektrum von Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse über Skoda Yeti, Opel Zafira und Peugeot 3008 bis zu Volvo S80 und VW Sharan. Der TCS nennt zusätzlich Alfa Giulia, Audi A5, Skoda Octavia, BMW 2er und 4er sowie Mercedes B-Klasse.

Welche Reifengröße für Ihr Fahrzeug zugelassen ist, lässt sich aus der Zulassungsbescheinigung Teil I und dem CoC-Papier ablesen. Tipps zur Berechnung der Reifengröße finden Sie in unserem Ratgeber. Für Kleinwagen in der Dimension 185/65 R15 gibt es einen separaten Winterreifentest.

Worauf sollten Sie beim Reifenwechsel achten?

Die Faustregel lautet: von O bis O, also von Oktober bis Ostern, sollten Sie auf Winterreifen fahren. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht, sobald winterliche Straßenverhältnisse herrschen.

Der ADAC empfiehlt, Winterreifen ab einer Profiltiefe von weniger als 4 Millimetern rechtzeitig zu tauschen. Darunter nehmen die Eigenschaften besonders beim Aquaplaning deutlich ab. Verwenden Sie immer vier Reifen des gleichen Modells und Typs. Bei unterschiedlicher Profiltiefe sollten die besseren Reifen auf die Hinterachse, da diese die Fahrstabilität in Kurven bestimmt.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass alle vier Räder möglichst das gleiche Produktionsdatum haben. Kaufen Sie keine neuen Reifen, die älter als drei Jahre sind. Die DOT-Angabe auf der Reifenflanke gibt Auskunft über das Herstellungsdatum. Zwischen den Wintersaisons können Sie die Reifen fachgerecht einlagern lassen. Eine Übersicht über alle Testsieger bietet unsere Seite zu den besten Winterreifen 2026.

Alle Testergebnisse stammen aus dem ADAC Winterreifentest vom September 2026; Preise und Verfügbarkeit können abweichen.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Winterreifen 225/50 R17 ist Testsieger 2026?

Der Pirelli Cinturato Winter 3 ist Testsieger im ADAC Winterreifentest 2026 für die Dimension 225/50 R17. Er erreicht die Gesamtnote 2,2 und überzeugt mit der besten Fahrsicherheit im gesamten Testfeld.

Wie viele Winterreifen 225/50 R17 erhalten die Bewertung gut?

Vier von 16 getesteten Winterreifen erhalten die Bewertung gut: Pirelli Cinturato Winter 3 (2,2), Continental WinterContact TS 870 (2,3), Goodyear UltraGrip Performance 3 (2,4) und Michelin Alpin 7 (2,5).

Welche Winterreifen 225/50 R17 sind mangelhaft?

Sechs Reifen erhalten die Bewertung mangelhaft: Falken Eurowinter HS02 Pro (4,8), Toyo Tires Observe EWS1 (5,3), Tracmax Ice-Plus S210 (5,4), Aptany RW211 (5,4), Royal Black Royalwinter UHP (5,5) und Sunwide Snowide (5,5).

Auf welche Autos passt die Reifengröße 225/50 R17?

Die Dimension 225/50 R17 passt auf zahlreiche Mittelklassefahrzeuge wie Audi A4, BMW 3er, Mercedes C-Klasse, Skoda Octavia, Peugeot 3008, VW Sharan und Opel Zafira. Die genaue Freigabe steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I.

Was bedeutet die Bezeichnung 225/50 R17?

Die Zahl 225 steht für die Reifenbreite in Millimetern, 50 für das Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent, R für Radialbauweise und 17 für den Felgendurchmesser in Zoll.

Wer führt den ADAC Winterreifentest durch?

Der ADAC führt den Winterreifentest gemeinsam mit dem österreichischen ÖAMTC und dem Schweizer TCS durch. Die drei Organisationen testen und bewerten die Reifen nach einheitlichen Kriterien.

Quellen

Stand: September 2026. Preise und Bedingungen können sich ändern, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.