Das Reifenalter lesen Sie an den letzten vier Ziffern der DOT-Nummer auf der Reifenflanke ab. Die ersten zwei Ziffern nennen die Produktionswoche, die letzten zwei das Produktionsjahr. So steht etwa 1522 für die 15. Kalenderwoche des Jahres 2022. Wo genau Sie die DOT-Nummer finden und ab wann Reifen als zu alt gelten, erfahren Sie hier.
Die DOT-Nummer steht auf der Seitenwand (Flanke) des Reifens und beginnt mit den Buchstaben DOT. Manchmal ist sie nur auf einer Seite aufgeprägt — prüfen Sie gegebenenfalls die Innenseite.
DOT steht für Department of Transportation, die US-amerikanische Verkehrsbehörde. Sie schreibt seit 1971 vor, dass jeder Reifen eine genormte Kennzeichnung auf der Seitenwand trägt. Die DOT-Nummer besteht aus mehreren Zeichengruppen: Die ersten Stellen identifizieren das Herstellerwerk und die Reifengröße, die letzten vier Ziffern geben das Herstellungsdatum an.
In Europa ist die DOT-Kennzeichnung zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird von den Herstellern aber flächendeckend aufgebracht. Sie gilt weltweit als Standard, um das Produktionsdatum eines Reifens eindeutig zu bestimmen.
Die DOT-Nummer befindet sich auf der Seitenwand (Flanke) des Reifens. Sie beginnt mit den Buchstaben DOT, gefolgt von einer Reihe aus Buchstaben und Ziffern. Relevant für das Alter sind ausschließlich die letzten vier Ziffern, häufig in einem ovalen Rahmen hervorgehoben.
So entschlüsseln Sie das Datum:
Beispiel: DOT XXXX XXXX 2419 bedeutet: Der Reifen wurde in der 24. Kalenderwoche des Jahres 2019 produziert, also ungefähr Mitte Juni 2019.
Tipp: Die DOT-Nummer steht manchmal nur auf einer Reifenseite. Finden Sie sie nicht sofort, prüfen Sie die Innenseite des Reifens.
Vor dem Jahr 2000 bestand die Datumskennung nur aus drei Ziffern. Die ersten zwei nannten die Produktionswoche, die dritte das Jahr — ohne Jahrhundertangabe. Die Kennung 248 bedeutete demnach die 24. Woche des Jahres 1998 (oder theoretisch 1988).
Manche Hersteller fügten ab den 1990er-Jahren ein kleines Dreieck hinter der dritten Ziffer ein, um die Dekade zu kennzeichnen. Reifen mit dreistelliger DOT-Nummer sind heute mindestens 26 Jahre alt und sollten unter keinen Umständen mehr im Straßenverkehr verwendet werden.
In Deutschland gibt es kein generelles gesetzliches Höchstalter für Reifen. Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) schreibt lediglich eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor (§ 36 StVZO). Trotzdem gilt das Reifenalter als sicherheitsrelevanter Faktor, weil die Gummimischung mit der Zeit aushärtet und die Haftung abnimmt.
Empfehlungen verschiedener Stellen:
(Stand: 2026 — prüfen Sie aktuelle Empfehlungen der jeweiligen Organisationen.)
Bei Wohnwagen und Anhängern ist das Alter besonders kritisch, weil die Reifen oft monatelang unter Last stehen, ohne bewegt zu werden. Hier empfiehlt sich ein Wechsel nach spätestens sechs Jahren.
Bei der Hauptuntersuchung wird das Reifenalter nicht pauschal als Mangel gewertet. Der Prüfer beurteilt jedoch den Gesamtzustand: Risse in der Flanke, poröse Laufflächen oder verhärtetes Gummi können als erheblicher Mangel eingestuft werden — unabhängig von der Profiltiefe. In der Praxis führen Reifen, die älter als zehn Jahre sind, häufig zu Beanstandungen.
Für Anhänger mit einer Höchstgeschwindigkeit über 80 km/h gilt eine Sonderregel: Die Reifen dürfen bei der HU nicht älter als sechs Jahre sein (Anlage VIII StVZO). Diese Regelung betrifft viele Wohnwagenbesitzer, die eine 100-km/h-Zulassung haben.
Das Alter ergibt sich aus einer einfachen Subtraktion. Angenommen, Sie lesen die DOT-Nummer 2419 ab. Die letzten beiden Ziffern nennen das Produktionsjahr 2019, die ersten beiden die 24. Kalenderwoche — also etwa Mitte Juni.
Ein zweites Beispiel: DOT 0821 steht für die 8. Kalenderwoche 2021. Im Jahr 2026 ist dieser Reifen 2026 minus 2021 gleich fünf Jahre alt. Damit läge er noch unterhalb der ADAC-Empfehlung von sechs Jahren, während der Reifen aus dem Beispiel 2419 diese Grenze bereits überschritten hat. (Stand: 2026 — prüfen Sie aktuelle Empfehlungen.)
Merken Sie sich: Entscheidend ist das Herstellungsdatum, nicht das Kaufdatum. Ein Reifen, der zwei Jahre im Lager stand, bevor Sie ihn montiert haben, ist entsprechend älter als die reine Nutzungsdauer vermuten lässt.
Beim Entschlüsseln der DOT-Nummer schleichen sich häufig dieselben Fehler ein:
Ein weiterer Punkt betrifft den Neukauf: Auch fabrikneue Reifen haben bereits ein Herstellungsdatum. Prüfen Sie die DOT-Nummer deshalb schon vor dem Kauf und lassen Sie sich keine Ware andrehen, die mehrere Jahre im Lager gelegen hat. Als frisch gelten Reifen üblicherweise, wenn zwischen Produktion und Verkauf nicht mehr als etwa zwei Jahre liegen.
Stellen Sie beim Ablesen fest, dass ein Reifen die empfohlene Altersgrenze überschritten hat oder Risse zeigt, gehen Sie schrittweise vor:
Fahren Sie einen erkennbar überalterten oder rissigen Reifen nicht bis zur nächsten Hauptuntersuchung weiter, sondern tauschen Sie ihn zeitnah.
Mit der richtigen Pflege können Sie die Alterung Ihrer Reifen verlangsamen:
Prüfen Sie beim nächsten Reifenwechsel das Alter aller vier Reifen. Unterschiedlich alte Reifen auf einer Achse verschlechtern das Fahrverhalten und sollten vermieden werden.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Fachberatung durch einen Reifenhändler oder Kfz-Sachverständigen.
Die DOT-Nummer steht auf der Seitenwand (Flanke) des Reifens und beginnt mit den Buchstaben DOT. Manchmal ist sie nur auf einer Seite aufgeprägt — prüfen Sie gegebenenfalls die Innenseite.
Die ersten zwei Ziffern geben die Produktionswoche an, die letzten zwei das Produktionsjahr. Beispiel: 0821 bedeutet 8. Kalenderwoche 2021.
Ein gesetzliches Höchstalter gibt es in Deutschland nicht. Der ADAC empfiehlt einen Wechsel nach sechs Jahren, der BRV nennt acht bis zehn Jahre als Obergrenze. Bei Anhängern mit 100-km/h-Zulassung dürfen Reifen bei der HU nicht älter als sechs Jahre sein.
Vor dem Jahr 2000 verwendeten Hersteller nur drei Ziffern. Solche Reifen sind mindestens 26 Jahre alt und dürfen nicht mehr gefahren werden.
Bei der Hauptuntersuchung wird das Alter nicht automatisch beanstandet. Zeigt der Reifen jedoch Risse, Verhärtungen oder poröse Stellen, stuft der Prüfer dies als erheblichen Mangel ein.
Gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert. Unterschiedlich alte Reifen auf einer Achse haben verschiedene Haftungseigenschaften und verschlechtern das Fahrverhalten.