Was sind Typklassen?
Die Typklasse ist ein wichtiger Faktor bei der Berechnung Ihrer KFZ-Versicherungsprämie. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bewertet jährlich alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeugmodelle anhand ihrer Schadensstatistik.
So funktioniert die Einstufung
Die Typklasse basiert auf Schadenbilanzen der letzten Jahre. Fahrzeuge mit vielen und teuren Schäden werden höher eingestuft. Dabei spielen folgende Faktoren eine Rolle:
- Häufigkeit von Unfällen mit diesem Fahrzeugtyp
- Durchschnittliche Schadenshöhe pro Unfall
- Reparaturkosten und Ersatzteilpreise
- Diebstahlquote (besonders für Teilkasko)
- Fahrerverhalten der typischen Zielgruppe
💡 Wussten Sie?
Die Typklassen werden jährlich im September vom GDV aktualisiert. Etwa 13 Millionen Fahrzeuge ändern ihre Einstufung - zum Teil stark.
Typklasse und Versicherungsprämie
Je niedriger die Typklasse, desto günstiger die Versicherung. Der Unterschied zwischen niedriger und hoher Typklasse kann mehrere hundert Euro pro Jahr ausmachen!
| Typklasse | Bewertung | Beispiel-Fahrzeuge |
|---|---|---|
| 10-13 | Sehr günstig | Toyota Aygo, VW Polo, Opel Corsa |
| 14-17 | Günstig | VW Golf, Ford Focus, Skoda Octavia |
| 18-21 | Mittel | BMW 3er, Audi A4, Mercedes C-Klasse |
| 22-25+ | Teuer | Sportwagen, SUVs, Luxusfahrzeuge |
Tipps: Typklasse bei der Autokauf beachten
- Vor dem Kauf prüfen: Typklassen vor dem Autokauf vergleichen
- Motorisierung beachten: Schwächere Motorisierung oft günstiger
- Nischenmodelle: Seltene Modelle oft teurer eingestuft
- Elektroautos: Oft überraschend günstige Typklassen