Der Continental WinterContact TS 870 gewinnt den ADAC Winterreifentest 2026 in der Dimension 185/65 R15 mit der Gesamtnote 2,2. Von 16 getesteten Winterreifen erhalten nur zwei die Bewertung gut. Neun Reifen sind nicht empfehlenswert, darunter drei mangelhafte Modelle. Den Test hat der ADAC gemeinsam mit dem ÖAMTC und dem TCS durchgeführt.
Der Continental WinterContact TS 870 ist Testsieger mit der Gesamtnote 2,2. Er erreicht die beste Fahrsicherheit im gesamten Testfeld (Note 2,0) und überzeugt auf trockener, nasser und winterlicher Fahrbahn.
Der Continental WinterContact TS 870 überzeugt rundum und erhält für die Fahrsicherheit die Note 2,0 und insgesamt eine gute 2,2. Er lässt sich auf trockener Fahrbahn präzise fahren, bietet auf Nässe hohe Reserven und zeigt auch auf Schnee eine gute Figur. Damit ist der Continental der einzige Reifen im Testfeld, der in allen Disziplinen auf hohem Niveau abliefert.
Ebenfalls gut schlägt sich der Michelin Alpin 7 mit einer Gesamtnote von 2,5. Dieser Reifen ist ebenso uneingeschränkt empfehlenswert, liegt im direkten Vergleich mit dem Continental in allen Disziplinen aber stets etwas dahinter. Auch mit dem Michelin bekommen Sie einen sehr ausgewogenen Reifen für alle Fahrbedingungen. Der Michelin erreicht die Fahrsicherheitsnote 2,3 und liefert damit solide Werte auf trockener, nasser und winterlicher Fahrbahn.
Auffällig ist: Während im Test der größeren Dimension 225/50 R17 vier Reifen die Note gut erreichen, schaffen das bei 185/65 R15 nur zwei. Die ADAC-Tester stellten fest, dass bei der Entwicklung kleinerer Dimensionen offenbar nicht die höchste Priorität gesetzt wird. Bridgestone bietet in dieser Größe nicht das aktuelle Modell an, sondern weiterhin den älteren Vorgänger (Testnote 3,8). Gut ein Drittel der Reifen zeigt bei milderen Temperaturen Schwächen auf trockener Fahrbahn. Im Vergleich zum Test der größeren Dimension 225/50 R17 fällt das Gesamtergebnis deutlich schwächer aus.
Die folgende Tabelle zeigt alle 16 Winterreifen im ADAC-Test 2026 für die Dimension 185/65 R15 in der Reihenfolge ihrer Gesamtbewertung. Der Test wurde gemeinsam vom ADAC, dem österreichischen ÖAMTC und dem Schweizer TCS durchgeführt. Das Gesamturteil setzt sich zu 70 Prozent aus der Note für Fahrsicherheit und zu 30 Prozent aus der Umweltbilanz zusammen. Bei manchen Modellen ist der angegebene Preis laut ADAC nicht repräsentativ, weil keine ausreichende Datenlage vorliegt.
Neun der 16 getesteten Reifen sind laut ADAC nicht empfehlenswert: sechs erhalten die Bewertung ausreichend, drei mangelhaft.
Unter den Ausreichenden sticht der Bridgestone Blizzak LM 005 (Note 3,8) hervor. Er erweist sich als Profi für die nasse Fahrbahn mit der besten Nassnote im gesamten Testfeld (1,4), fährt sich auf trockener Fahrbahn aber unpräzise und bietet im Handling auf Schnee vergleichsweise wenig Haftung. Wo andere Modelle die Kurve auf Schnee noch kriegen, geht es mit dem Bridgestone in Grenzsituationen geradeaus. Zudem kommt er bereits nach rund 22.000 Kilometern an seine Verschleißgrenze.
Wegen mäßiger Qualitäten auf trockener Straße werden Nokian Tyres Snowproof 2, Vredestein Wintrac und Barum Polaris 6 (alle Note 3,8) sowie Kumho WinterCraft WP52+ und Viking WinTech NewGen (beide Note 3,9) abgewertet, obwohl sie auf winterlicher Fahrbahn durchaus glänzen können. Bei diesen Modellen schlägt die schwache Trockenleistung auf die Fahrsicherheitsnote durch, die dann das gesamte ADAC-Urteil bestimmt.
Die drei mangelhaften Reifen Sunny Winter-max NW611 (Note 4,8), Atlas Polarbear HP und Rockblade Rock 868S (beide Note 5,5) zeigen gefährlich lange Bremswege auf Nässe. Der Rockblade erzielt auf Schnee und Eis zwar die Bestnote 1,5, fällt aber durch seine Nassschwächen komplett durch.
| Platz | Reifen | Preis in Euro | ADAC-Gesamtnote | Urteil |
| 1 | Continental WinterContact TS 870 | 80 | 2,2 | gut |
| 2 | Michelin Alpin 7 | 80 | 2,5 | gut |
| 3 | Hankook Winter i*cept RS3 | 63 | 3,1 | befriedigend |
| 4 | Linglong Sport Master Winter | 54 | 3,1 | befriedigend |
| 5 | Optimo Winter Touring OW41 | 49 | 3,2 | befriedigend |
| 6 | Goodyear UltraGrip Performance 3 | 75 | 3,3 | befriedigend |
| 7 | GT Radial WinterPro2 Evo | 74 | 3,5 | befriedigend |
| 8 | Bridgestone Blizzak LM 005 | 73 | 3,8 | ausreichend |
| 9 | Nokian Tyres Snowproof 2 | 62 | 3,8 | ausreichend |
| 10 | Vredestein Wintrac | 62 | 3,8 | ausreichend |
| 11 | Barum Polaris 6 | 59 | 3,8 | ausreichend |
| 12 | Kumho WinterCraft WP52+ | 47 | 3,9 | ausreichend |
| 13 | Viking WinTech NewGen | 61 | 3,9 | ausreichend |
| 14 | Sunny Winter-max NW611 | 46 | 4,8 | mangelhaft |
| 15 | Atlas Polarbear HP | 60 | 5,5 | mangelhaft |
| 16 | Rockblade Rock 868S | 66 | 5,5 | mangelhaft |
Die Bremswege bei Nässe aus 80 km/h offenbaren die größten Sicherheitsunterschiede im Testfeld. Der Bridgestone Blizzak LM 005 bringt den Testwagen (Skoda Fabia) am schnellsten zum Stehen. Sunny, Atlas und Rockblade haben an derselben Stelle, an der man mit dem Bridgestone bereits steht, noch zwischen 38 und 47 km/h drauf.
Ein Aufprall bei 38 bis 47 km/h hätte schwerwiegende Folgen. Dieser Vergleich verdeutlicht, wie stark sich die Nassleistung unterscheidet und warum eine ausgewogene Performance auf allen Fahrbahnoberflächen wichtiger ist als Spitzenleistungen in einer einzelnen Disziplin.
Auch bei dieser Dimension gilt: Das EU-Reifenlabel bildet die tatsächliche Nassleistung nicht immer korrekt ab. Der ADAC empfiehlt, sich beim Kauf nicht allein auf das Label zu verlassen, sondern die Testergebnisse der einzelnen Kategorien zu vergleichen.
Zwischen gut und nicht empfehlenswert liegen fünf Reifen mit der Bewertung befriedigend. Sie können mit Einschränkungen empfohlen werden, wenn Sie Ihr Fahrprofil kennen und bewusst mit den jeweiligen Schwächen leben.
In regenreichen Regionen sind der Hankook Winter i*cept RS3 (Note 3,1), der Optimo Winter Touring OW41 (Note 3,2) und der Goodyear UltraGrip Performance 3 (Note 3,3) eine gute Wahl. Der chinesische Linglong Sport Master Winter (Note 3,1) kommt gut mit Trockenheit zurecht. Der GT Radial WinterPro2 Evo (Note 3,5) bildet das Schlusslicht der befriedigenden Reifen, wobei ihm trockene Fahrbahn etwas schwerer fällt.
Die Detailnoten der einzelnen Testkriterien helfen bei der Auswahl: Wer überwiegend bei Regen unterwegs ist, sollte auf die Nasswertung achten. Wer regelmäßig auf verschneiten Straßen fährt, vergleicht die Winternoten.
Für alle befriedigenden Modelle gilt: Die Gesamtleistung reicht für die tägliche Fahrt, zeigt aber in mindestens einer Kategorie spürbare Abstriche gegenüber den beiden Testsiegern.
Große Kilometerfresser sind unter den getesteten Reifen nicht zu finden. Am ehesten für Vielfahrer eignet sich der Kumho WinterCraft WP52+ mit einer prognostizierten Laufleistung von rund 40.000 Kilometern. Allerdings erhält der Kumho insgesamt nur die Note 3,9 und ist damit nicht empfehlenswert.
Unter den empfehlenswerten Reifen bieten Continental und Michelin solide, aber insgesamt nicht besonders herausragende Laufleistungen. Das Schlusslicht bildet der Bridgestone Blizzak LM 005, der bereits nach rund 22.000 Kilometern an seine Verschleißgrenze kommt.
Die Umweltbilanz macht insgesamt 30 Prozent des ADAC-Gesamturteils aus. Sie berücksichtigt neben der Laufleistung auch den Reifenabrieb, die Effizienz, das Geräusch und Nachhaltigkeitskriterien wie das Herstellungsland und ein zertifiziertes Umweltmanagement des Reifenherstellers.
Die Bezeichnung 185/65 R15 beschreibt die Reifendimension: 185 Millimeter Reifenbreite, 65 Prozent Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite, R für Radialbauweise und 15 Zoll Felgendurchmesser. Der im Test verwendete Zusatz 88T gibt den Lastindex (bis 560 kg pro Reifen) und den Geschwindigkeitsindex (bis 190 km/h) an.
185/65 R15 ist die typische Größe für Klein- und Kompaktwagen. Laut ADAC reicht die Bandbreite von Alfa MiTo, Audi A1, Fiat 500e und Kia Stonic über Opel Adam und Corsa, Peugeot 208 und Renault Clio bis Seat Ibiza und VW Polo. Der TCS nennt zusätzlich Hyundai i20 und Bayon, Citroën C3, Skoda Fabia, Toyota Yaris und Verso-S sowie Mazda 2.
Welche Reifengröße für Ihr Auto zugelassen ist, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I und im CoC-Papier. Tipps zur Berechnung der Reifengröße finden Sie in unserem Ratgeber.
Die Faustregel von O bis O (Oktober bis Ostern) gibt eine grobe Orientierung für den Reifenwechsel. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen.
Winterreifen sollten ab einer Profiltiefe von weniger als 4 Millimetern ersetzt werden. Darunter nehmen die Aquaplaning-Eigenschaften deutlich ab. Verwenden Sie immer vier Reifen desselben Modells und Typs. Bei unterschiedlicher Profiltiefe gehören die besseren Reifen auf die Hinterachse, da diese die Fahrstabilität in Kurven bestimmt.
Kaufen Sie keine Reifen, die bei der Auslieferung älter als drei Jahre sind. Das Herstellungsdatum lässt sich über die DOT-Angabe auf der Reifenflanke ablesen. Zwischen den Saisons können Sie Ihre Winterreifen fachgerecht einlagern lassen. Eine Übersicht aller Testsieger bietet unsere Seite zu den besten Winterreifen 2026. Falls Sie Ganzjahresreifen 185/65 R15 bevorzugen, hat der ADAC auch diese Dimension getestet.
Alle Testergebnisse stammen aus dem ADAC Winterreifentest vom September 2026; Preise und Verfügbarkeit können abweichen.
Der Continental WinterContact TS 870 ist Testsieger mit der Gesamtnote 2,2. Er erreicht die beste Fahrsicherheit im gesamten Testfeld (Note 2,0) und überzeugt auf trockener, nasser und winterlicher Fahrbahn.
Neun von 16 getesteten Reifen sind nicht empfehlenswert: sechs erhalten die Bewertung ausreichend (Bridgestone, Nokian, Vredestein, Barum, Kumho, Viking) und drei die Bewertung mangelhaft (Sunny, Atlas, Rockblade).
Der Bridgestone erzielt auf nasser Fahrbahn die Bestnote 1,4, fährt sich aber auf trockener Fahrbahn unpräzise und bietet auf Schnee wenig Haftung. Zudem kommt er nach rund 22.000 Kilometern an seine Verschleißgrenze.
185/65 R15 ist die typische Größe für Kleinwagen wie Skoda Fabia, VW Polo, Audi A1, Opel Corsa, Peugeot 208, Renault Clio, Seat Ibiza, Fiat 500e und Kia Stonic.
Die Zahl 185 steht für die Reifenbreite in Millimetern, 65 für das Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent, R für Radialbauweise und 15 für den Felgendurchmesser in Zoll.
Der Kumho WinterCraft WP52+ hat mit rund 40.000 Kilometern die höchste prognostizierte Laufleistung, ist insgesamt aber nur ausreichend (Note 3,9). Das Schlusslicht bildet der Bridgestone mit rund 22.000 Kilometern.
Stand: September 2026. Preise und Bedingungen können sich ändern, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.