Unfallstatistik 2025: die endgültigen Zahlen

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) starben 2025 in Deutschland 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, 62 mehr als 2024 mit 2.770. Das sind die endgültigen Ergebnisse aus der Pressemitteilung vom 7. Juli 2026. Rund 371.000 Menschen wurden verletzt, rund 49.200 von ihnen schwer; bei den Schwerverletzten war das der niedrigste Wert seit Beginn der getrennten Erfassung von Schwer- und Leichtverletzten im Jahr 1991. Die Polizei erfasste rund 2,52 Millionen Unfälle.

Unfallstatistik 2025 im Überblick

Das Statistische Bundesamt hat die endgültigen Ergebnisse der Straßenverkehrsunfallstatistik 2025 mit der Pressemitteilung Nr. 238 vom 7. Juli 2026 veröffentlicht. Danach starben 2.832 Menschen, 62 mehr als 2024 mit 2.770 und etwa so viele wie 2023 mit 2.839. Die Zahl der Verletzten lag mit rund 371.000 über dem Vorjahresniveau (plus 1,7 Prozent). Rund 322.000 Menschen wurden leicht verletzt (plus 2,4 Prozent), rund 49.200 schwer (minus 2,9 Prozent).

Im Durchschnitt starben 2025 laut Destatis jeden Tag 8 Menschen infolge eines Unfalls im Straßenverkehr, 135 trugen schwere und 882 leichte Verletzungen davon. Die Polizei erfasste rund 2,52 Millionen Unfälle, nach 2,51 Millionen im Jahr 2024 (plus 0,4 Prozent). Bei 2,22 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden (plus 0,1 Prozent), bei 297.000 Unfällen wurden Menschen verletzt oder getötet (plus 2,3 Prozent). Langfristig geht die Zahl der Unfallopfer laut Destatis stark zurück: 1995 wurden rund 9.500 Menschen bei einem Unfall getötet und über 500.000 verletzt.

Unfälle und Verunglückte im Straßenverkehr 2022 bis 2025 (Destatis-Tabellen, Stand: 7. Juli 2026)
Merkmal2025202420232022
Polizeilich erfasste Unfälle insgesamt2.521.9772.512.6972.519.5252.406.465
davon mit nur Sachschaden2.224.6132.221.9962.227.6352.116.793
davon mit Personenschaden297.364290.701291.890289.672
Verunglückte insgesamt373.941367.763369.396363.922
davon Getötete2.8322.7702.8392.788
Schwerverletzte49.15650.60152.90257.727
Leichtverletzte321.953314.392313.655303.407

In den Destatis-Tabellen zu den Getöteten sind laut Fußnote auch innerhalb von 30 Tagen Gestorbene eingeschlossen.

Warum frühe Meldungen 2.814 Verkehrstote nannten

Viele Berichte über die Unfallstatistik 2025 stammen aus dem Februar 2026 und nennen 2.814 Verkehrstote. Diese Zahl stammt aus der Pressemitteilung Nr. 062 vom 25. Februar 2026, in der Destatis vorläufige Ergebnisse meldete: 2.814 Getötete, 44 mehr als 2024, dazu 366.000 Verletzte, darunter 48.400 Schwerverletzte. Für Bremen lagen für November und Dezember 2025 keine Werte vor; für das Bundesergebnis wurden die Bremer Werte geschätzt.

Die endgültigen Ergebnisse vom 7. Juli 2026 weisen 2.832 Getötete und rund 371.000 Verletzte aus. Diese Seite nutzt für alle Bundeszahlen zu 2025 die endgültigen Werte. Die Pressemitteilung vom 7. Juli 2026 nennt keine Länderwerte; die Länderwerte für 2025 stammen deshalb aus der vorläufigen Meldung vom 25. Februar 2026 und sind im Abschnitt zu den Bundesländern als vorläufig gekennzeichnet. Laut Destatis erscheinen die Pressemitteilungen zur Statistik der Straßenverkehrsunfälle ab dem Berichtsjahr 2026 zu den Halbjahres- und Jahresergebnissen.

Landstraße, innerorts, Autobahn: wo die Menschen starben

Wie in den Vorjahren ereigneten sich 2025 die meisten polizeilich registrierten Unfälle innerorts, rund drei Viertel (74 Prozent). Rund zwei Drittel aller Verletzten (66 Prozent) wurden bei Unfällen innerhalb von Städten und Dörfern verletzt, rund ein Viertel (26 Prozent) auf Landstraßen und knapp ein Zehntel (8 Prozent) auf Autobahnen. Die meisten Verkehrstoten gab es laut Destatis dagegen außerorts: 56 Prozent der Getöteten kamen auf Landstraßen ums Leben, innerorts waren es 34 Prozent und auf Autobahnen 10 Prozent.

Unfälle mit Personenschaden zählt die Destatis-Tabelle für 2025 innerorts 208.592, außerorts ohne Autobahn 69.510 und auf Autobahnen 19.262 (Stand: 7. Juli 2026). Als Grund für die vielen Verkehrstoten außerorts nennt Destatis unter anderem die höheren Fahrgeschwindigkeiten außerhalb von Ortschaften. Auf Landstraßen kommen weitere Risikofaktoren wie die fehlende Trennung zum Gegenverkehr, schlechte Überholmöglichkeiten oder ungeschützte Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn hinzu.

Verkehrstote 2025 nach Verkehrsmittel

Die Destatis-Tabelle zur Art der Verkehrsbeteiligung weist die Getöteten nach Verkehrsmitteln aus. Mit 1.210 Getöteten waren Insassen von Personenkraftwagen 2025 die größte Gruppe in dieser Tabelle. Wie viele Pkw in Deutschland zugelassen sind, zeigt der Ratgeber Pkw-Bestand 2026.

Getötete bei Verkehrsunfällen nach Art der Verkehrsbeteiligung, einschließlich innerhalb von 30 Tagen Gestorbener (Destatis, Stand: 7. Juli 2026)
Getötete, Benutzer von202520242023
Personenkraftwagen1.2101.1651.192
Krafträder mit amtlichen Kennzeichen481513497
Krafträder mit Versicherungskennzeichen554153
Fahrrad ohne Hilfsmotor248250256
Pedelec214195190
Elektrokleinstfahrzeuge (E-Scooter)332721
Güterkraftfahrzeugen115103116
Bussen7816
Fußgängerinnen und Fußgänger415402437

Innerorts kamen 42 Prozent der auf Fahrrädern Getöteten auf einem Pedelec ums Leben (119 Getötete), 58 Prozent auf einem Fahrrad ohne Elektroantrieb (166). Auch E-Scooter-Unfälle sind laut Destatis ein überwiegend innerörtliches Phänomen: 26 der insgesamt 33 Menschen, die 2025 mit dem E-Scooter tödlich verunglückten, kamen innerhalb von Ortschaften ums Leben. Ihr Anteil an allen innerorts Getöteten blieb mit 2,7 Prozent vergleichsweise gering. Welche Regeln für E-Scooter ab dem 1. März 2027 gelten, erklärt der Ratgeber E-Scooter-Regeln 2027; welche Fahrzeuge ein Versicherungskennzeichen führen, steht im Ratgeber Versicherungskennzeichen 2027.

Unfallursachen 2025: Geschwindigkeit, Abstand, Vorfahrt

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit ist laut Destatis die häufigste Unfallursache für tödliche Verkehrsunfälle. 29 Prozent der Verkehrstoten und 13 Prozent aller Verletzten kamen 2025 bei Unfällen zu Schaden, bei denen mindestens eine beteiligte Person die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr (812 Getötete, 48.700 Verletzte). Auf Autobahnen kamen 42 Prozent der Getöteten bei Geschwindigkeitsunfällen ums Leben (124 Getötete), auf Landstraßen 34 Prozent (532 Getötete), innerorts lag der Anteil bei 16 Prozent (156 Getötete).

Bei jeweils 15 Prozent der Unfälle mit Personenschaden wurde einer beziehungsweise einem Unfallbeteiligten vorgeworfen, den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht eingehalten oder die Vorfahrt nicht beachtet zu haben. Da Unfälle nicht immer auf nur einen einzigen Grund zurückgeführt werden können, werden laut Destatis häufig mehrere Unfallursachen angegeben. Die Destatis-Tabelle zum Fehlverhalten der Fahrerinnen und Fahrer bei Unfällen mit Personenschaden weist für 2025 insgesamt 348.468 Fehlverhalten aus:

Fehlverhalten der Fahrerinnen und Fahrer bei Unfällen mit Personenschaden (Destatis, Stand: 7. Juli 2026)
Fehlverhalten20252024
Insgesamt348.468338.705
darunter Alkoholeinfluss14.75714.458
Falsche Straßenbenutzung25.40124.034
Nicht angepasste Geschwindigkeit40.22539.583
Ungenügender Abstand45.17544.456
Fehler beim Überholen12.02211.659
Nichtbeachten der Vorfahrt46.31845.489
Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren53.77052.530
Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern13.93814.360

Welche Abstandsregeln und Bußgelder gelten, erklärt der Ratgeber Sicherheitsabstand.

Alkohol, Glätte und technische Mängel

Die Zahl der Unfälle, bei denen mindestens eine unfallbeteiligte Person alkoholisiert war, lag 2025 laut Destatis bei 34.800 (minus 1,0 Prozent). Im Durchschnitt kam es alle 15 Minuten zu einem Alkoholunfall. Insgesamt starben bei Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit Alkohol 170 Menschen, 17.900 wurden verletzt. Alkoholunfälle gehen laut Destatis häufig auch mit anderem Fehlverhalten einher, etwa mit zu schnellem Fahren oder dem Missachten der Vorfahrt.

Bei den allgemeinen Unfallursachen von Unfällen mit Personenschaden nennt die Destatis-Tabelle für 2025 insgesamt 26.932 Ursachen, darunter 12.447 bei den Straßenverhältnissen, davon wiederum 4.778-mal Glätte durch Regen und 4.138-mal Glätte durch Schnee oder Eis. Außerdem führt die Tabelle 3.409-mal Sichtbehinderung durch blendende Sonne und 2.549-mal Wild auf der Fahrbahn auf. Wer bei einem Unfall auf Glatteis haftet, erklärt der Ratgeber Unfall bei Glatteis.

Technische Mängel der Fahrzeuge zählte Destatis 2025 bei Unfällen mit Personenschaden 3.880-mal, darunter 993 an der Bereifung, 797 an den Bremsen, 489 an der Lenkung und 311 an der Beleuchtung.

Kinder, junge Erwachsene und Senioren

2025 starben 74 Kinder unter 15 Jahren infolge eines Verkehrsunfalls, 2024 waren es 53. Die Zahl der verletzten Kinder lag bei rund 29.200 (plus 7,3 Prozent); im Schnitt wurde alle 18 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt. 31 Kinder kamen als Insassen eines Pkw ums Leben, 22 waren zu Fuß und 13 mit dem Fahrrad unterwegs.

In der Altersgruppe von 18 bis unter 25 Jahren zählte Destatis 295 Getötete, das sind 49 je 1 Million Einwohnerinnen und Einwohner dieser Altersgruppe. Bei den 15- bis unter 18-Jährigen waren es 66 Getötete und 28 je 1 Million. Über alle Altersgruppen lag der Wert bei 34 Getöteten je 1 Million Einwohnerinnen und Einwohner; die Einwohnerzahlen beruhen laut Destatis auf dem Zensus 2022.

Menschen ab 65 Jahren machten 39 Prozent der Verkehrstoten aus. In dieser Altersgruppe starben 1.115 Personen, 14 mehr als im Vorjahr, und 56.100 wurden verletzt (plus 4,6 Prozent). Je 1 Million Einwohnerinnen und Einwohner ab 65 Jahren waren es 58 Getötete. Die meisten Seniorinnen und Senioren (414) kamen als Pkw-Insassen ums Leben, 148 verunglückten mit einem Pedelec tödlich und 138 mit einem Fahrrad ohne Motor.

Bundesländer: vorläufige Werte je 1 Million Einwohner

Die Pressemitteilung vom 7. Juli 2026 nennt keine Länderwerte. Die folgenden Werte für 2025 stammen aus der Meldung vom 25. Februar 2026, die auf vorläufigen Ergebnissen beruht, und geben Getötete je 1 Million Einwohnerinnen und Einwohner an:

Der Bundeswert lag in dieser vorläufigen Meldung bei 34 Getöteten je 1 Million Einwohnerinnen und Einwohner; die endgültige Destatis-Tabelle nach Altersgruppen weist für 2025 ebenfalls 34 aus. Die niedrigen Werte der Stadtstaaten sowie von Nordrhein-Westfalen und dem Saarland begründet Destatis mit ihrer Siedlungsstruktur. Bremen wurde wegen fehlender Werte für November und Dezember 2025 nicht gesondert ausgewiesen. Informationen zu Unfallschwerpunkten in Städten bietet laut Destatis der interaktive Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Erstes Halbjahr 2026: vorläufige Ergebnisse

Für Januar bis Juni 2026 meldete Destatis am 24. September 2026 nach vorläufigen Ergebnissen 1.233 Verkehrstote, 9 Prozent oder 122 weniger als im ersten Halbjahr 2025 mit 1.355. Die Zahl der Verletzten ging um 4,2 Prozent auf 172.000 zurück. Insgesamt registrierte die Polizei 1,26 Millionen Unfälle, 2,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Bei 1,12 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden (plus 3,4 Prozent), die Unfälle mit Personenschaden gingen um 3,5 Prozent auf gut 138.000 zurück.

Lediglich bei E-Scootern kamen mehr Menschen ums Leben als im Vorjahreszeitraum; ihre Zahl stieg um 13 auf 28. Weniger Getötete gab es bei Pkw-Insassen (minus 20 auf 531), bei Nutzerinnen und Nutzern amtlich zugelassener Krafträder wie Leichtkrafträder, Motorroller und Motorräder (minus 32 auf 216), bei Fußgängerinnen und Fußgängern (minus 44 auf 150) und bei Radfahrenden (minus 22 auf 211).

Bezogen auf die Bevölkerung starben im ersten Halbjahr 2026 bundesweit durchschnittlich 15 Menschen je 1 Million Einwohnerinnen und Einwohner. Die vorläufigen Länderwerte laut Destatis:

Das häufigste Fehlverhalten bei Unfällen mit Personenschaden waren im ersten Halbjahr 2026 Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Anfahren und Einfahren (24.900, minus 5 Prozent), gefolgt von Verstößen gegen die Vorfahrt oder den Vorrang anderer Verkehrsteilnehmender (21.100, minus 6 Prozent). Abstandsverstöße wurden knapp 20.000-mal verzeichnet (minus 9 Prozent), unangepasste Geschwindigkeit in 19.800 Fällen (plus 4 Prozent). Alkoholeinfluss erfasste die Polizei knapp 6.500-mal als Unfallursache (minus 9 Prozent). Bei Kindern unter 15 Jahren stieg die Zahl der Verletzten oder Getöteten um rund 450 auf 14.900, bei Jugendlichen von 15 bis 17 Jahren um knapp 390 auf fast 9.900. Alle Halbjahreswerte sind vorläufig.

Alle Bundeszahlen für 2025 sind endgültige Ergebnisse von Destatis (Stand: 7. Juli 2026). Die Länderwerte für 2025 (Stand: 25. Februar 2026) und alle Zahlen für 2026 (Stand: 24. September 2026) sind vorläufig. Alle Prozentangaben stammen von Destatis.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Verkehrstote gab es 2025 in Deutschland?

Nach den endgültigen Ergebnissen von Destatis vom 7. Juli 2026 starben 2025 in Deutschland 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen. 2024 waren es 2.770, 2023 waren es 2.839.

Warum nennen manche Quellen 2.814 Verkehrstote für 2025?

Die Zahl 2.814 stammt aus der Pressemitteilung vom 25. Februar 2026 mit vorläufigen Ergebnissen. Die endgültigen Ergebnisse vom 7. Juli 2026 weisen 2.832 Getötete aus.

Wie viele Unfälle hat die Polizei 2025 erfasst?

Rund 2,52 Millionen. Bei 2,22 Millionen blieb es bei Sachschäden, bei 297.000 Unfällen wurden Menschen verletzt oder getötet (Destatis, Stand: 7. Juli 2026).

Was war 2025 die häufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle?

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. 29 Prozent der Verkehrstoten, 812 Menschen, kamen bei Unfällen ums Leben, bei denen mindestens eine beteiligte Person die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr.

Wie viele Radfahrer starben 2025?

Für das Jahr 2025 weist Destatis 248 Getötete auf Fahrrädern ohne Hilfsmotor und 214 Getötete auf Pedelecs aus. 2024 waren es 250 und 195 (Stand: 7. Juli 2026).

Wie viele Menschen starben 2025 auf Autobahnen?

292, darunter 177 Pkw-Insassen. Auf Landstraßen starben 1.580 Menschen, innerorts 960 (Destatis, Stand: 7. Juli 2026).

Wie viele Verkehrstote gab es im ersten Halbjahr 2026?

Nach vorläufigen Ergebnissen von Destatis vom 24. September 2026 starben von Januar bis Juni 2026 in Deutschland 1.233 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr, 122 weniger als im ersten Halbjahr 2025 mit 1.355.

Quellen

Stand: Oktober 2026. Preise und Bedingungen können sich ändern, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.