Winterreifen 225/40 R18 Test 2025: sechs Modelle gut, elf mangelhaft

Beim Winterreifen 225/40 R18 Test 2025 hat der ADAC 31 Modelle geprüft, so viele wie noch nie in einer Dimension. Sechs Premium-Reifen erhalten die Gesamtnote gut, zehn ein befriedigend, vier ausreichend und elf ein mangelhaft. Testsieger ist der Goodyear UltraGrip Performance 3 mit der Note 2,0. Veröffentlicht am 23.09.2025, gemeinsam mit ÖAMTC und TCS.

Kurzfassung: Ergebnisse des ADAC-Winterreifentests 2025

Der Winterreifen 225/40 R18 Test 2025 des ADAC ist das größte Einzelfeld, das der Autoclub in dieser Reihe je untersucht hat. 31 Modelle, aufgeteilt in sechs Premium-, elf Quality- und 14 Budget-Reifen, mussten auf Schnee, Eis, Nässe und trockener Fahrbahn zeigen, was sie können. Die Auswertung erfolgte gemeinsam mit ÖAMTC und TCS.

Das Ergebnis ist deutlich: Alle sechs Premium-Reifen erreichen ein gut, elf Budget-Reifen fallen mit mangelhaft durch. Zwischen dem besten und dem schlechtesten Modell liegen laut ADAC beim Nassbremsen aus 80 km/h mehr als 15 Meter. Bei einer Vollbremsung steht das Testfahrzeug mit dem Goodyear UltraGrip Performance 3 bereits, während das Auto mit dem Syron Everest 2 noch knapp 46 km/h auf dem Tacho hat. Für die Praxis heißt das: In dieser Reifengröße lohnt der Griff zu einem geprüften Premium-Modell.

Testsieger Goodyear UltraGrip Performance 3: Gesamtnote 2,0

Bester Reifen im Test ist der Goodyear UltraGrip Performance 3 mit der Gesamtnote 2,0 und einem Testpreis von 171 Euro pro Stück. Er punktet in allen Disziplinen. Besonders stark: die Umweltbilanz. Der ADAC nennt eine prognostizierte Laufleistung von 76.000 Kilometern und wenig Reifenabrieb. Diese Kombination bringt ihn zum Gesamtsieg vor den weiteren fünf gut bewerteten Premium-Reifen.

Direkt dahinter folgen der Michelin Pilot Alpin 5 mit der Note 2,1 (177 Euro) und der Bridgestone Blizzak 6 mit 2,2 (167 Euro). Der Dunlop Winter Sport 5 (Note 2,4, 169 Euro), Hankook Winter i*cept evo3 W330 (Note 2,4, 140 Euro) und Continental WinterContact TS 870 P (Note 2,5, 177 Euro) runden das Premium-Feld ab. Der Hankook ist dabei der günstigste Reifen mit guter Gesamtnote und deshalb ein interessanter Kompromiss aus Sicherheit und Preis.

Quality-Segment: acht befriedigend, drei ohne klare Empfehlung

Die elf Quality-Reifen fallen laut ADAC unterschiedlich aus. Acht Modelle erhalten ein befriedigend und können durchaus auf die Einkaufsliste, wenn Stärken und Schwächen zum eigenen Fahrprofil passen. Dazu zählen Kleber Krisalp HP3 (2,6, 143 Euro), Nokian Tyres Snowproof P (2,7, 148 Euro), Ceat WinterDrive (2,8, 136 Euro), Uniroyal WinterExpert (3,0, 143 Euro), Fulda Kristall Control HP2 (3,1, 143 Euro), Semperit Speed-Grip 5 (3,2, 142 Euro), GT Radial WinterPro 2 Sport (3,2, 130 Euro) und Giti GitiWinter W2 (3,4, 136 Euro).

Drei Quality-Modelle kann der ADAC hingegen nicht wirklich empfehlen: Firestone Winterhawk 4 (3,6), Maxxis Premitra Snow WP6 (3,7) und Apollo Aspire XP Winter (4,1). Der Firestone kann auf Schnee und Eis punkten, wirkt aber auf trockener Fahrbahn schwammig und zeigt beim abrupten Ausweichen unsicheres Fahrverhalten. Maxxis und Apollo sind ähnlich unausgewogen.

Ergebnisse ADAC-Winterreifentest 2025, Größe 225/40 R18 H/V (Quelle: ADAC, Testbericht vom 23.09.2025)
PlatzHersteller/ModellPreis in EuroADAC-GesamtnoteUrteil
1Goodyear UltraGrip Performance 3171,002,0gut
2Michelin Pilot Alpin 5177,002,1gut
3Bridgestone Blizzak 6167,002,2gut
4Dunlop Winter Sport 5169,002,4gut
5Hankook Winter i*cept evo3 W330140,002,4gut
6Continental WinterContact TS 870 P177,002,5gut
7Kleber Krisalp HP3143,002,6befriedigend
8Nokian Tyres Snowproof P148,002,7befriedigend
9Momo W-20 North Pole115,002,7befriedigend
10Ceat WinterDrive136,002,8befriedigend
11Matador MP93 Nordicca110,003,0befriedigend
12Uniroyal WinterExpert143,003,0befriedigend
13Fulda Kristall Control HP2143,003,1befriedigend
14Semperit Speed-Grip 5142,003,2befriedigend
15GT Radial WinterPro 2 Sport130,003,2befriedigend
16Giti GitiWinter W2136,003,4befriedigend
17Point S Winter S121,003,6ausreichend
18Firestone Winterhawk 4135,003,6ausreichend
19Maxxis Premitra Snow WP6112,003,7ausreichend
20Apollo Aspire XP Winter133,004,1ausreichend
21Radar Dimax Winter99,004,6mangelhaft
22Nankang Winter Activa 4112,005,2mangelhaft
23Landsail Winter Landerk.A.5,3mangelhaft
24Petlas SnowMaster 2 Sport128,005,3mangelhaft
25Imperial Snowdragon UHP97,005,4mangelhaft
26Tomket Snowroad Pro 3107,005,5mangelhaft
27Star Performer Stratos UHP95,005,5mangelhaft
28Goodride SW60896,005,5mangelhaft
29Evergreen EW66133,005,5mangelhaft
30CST Medallion Winter WCP193,005,5mangelhaft
31Syron Everest 2126,005,5mangelhaft

Elf mangelhafte Winterreifen: alle aus dem Budget-Segment

Elf Reifen schneiden mit mangelhaft ab und alle elf stammen aus dem Einstiegssegment. Der Radar Dimax Winter (4,6, 99 Euro) bildet das obere Ende dieser Gruppe, gefolgt von Nankang Winter Activa 4 (5,2), Landsail Winter Lander (5,3, Preis nicht angegeben), Petlas SnowMaster 2 Sport (5,3, 128 Euro), Imperial Snowdragon UHP (5,4, 97 Euro) sowie Tomket Snowroad Pro 3, Star Performer Stratos UHP, Goodride SW608, Evergreen EW66, CST Medallion Winter WCP1 und Syron Everest 2, die alle mit einer 5,5 abschließen.

Beim CST Medallion Winter WCP1, Petlas SnowMaster 2 Sport und Nankang Winter Activa 4 fehlt es laut ADAC schlicht an Grip, sodass das Testfahrzeug auf Schnee sehr früh ins Schlittern gerät. Der Landsail Winter Lander bleibt auf schneebedeckter Fahrbahn, der Evergreen EW66 hingegen beim Bremsen auf Eis kaum stehen. Zwei Budget-Modelle bilden die Ausnahme und erreichen ein befriedigend: Matador MP93 Nordicca (3,0, 110 Euro) und Momo W-20 North Pole (2,7, 115 Euro). Für Wenigfahrer sind sie laut ADAC eine akzeptable Alternative.

Nassbremsen: 15 Meter Unterschied bei Vollbremsung aus 80 km/h

Der eindringlichste Wert des Tests steht beim Nassbremsen: Zwischen dem besten und dem schlechtesten Reifen liegen bei einer Vollbremsung aus 80 km/h laut ADAC über 15 Meter. Wenn das Fahrzeug mit dem Goodyear-Reifen steht, hat das Auto mit dem Syron Everest 2 noch knapp 46 km/h auf dem Tacho.

Die Kategorie Fahrsicherheit macht 70 Prozent der Gesamtnote aus, aufgeteilt auf trockene Fahrbahn (30 Prozent), nasse Fahrbahn (40 Prozent) und winterliche Fahrbahn (30 Prozent). Die Umweltbilanz mit Laufleistung, Reifenabrieb, Effizienz, Geräusch und Nachhaltigkeit zählt zu 30 Prozent. Ein Reifen, der auf Nässe schlecht abschneidet, kann sich auch mit guten Winter-Einzelnoten nicht mehr in die Empfehlung retten. Das ist der Kern der ADAC-Notensystematik mit den sogenannten Durchschlageffekten.

Reifengröße 225/40 R18: für welche Autos die Dimension passt

Die getestete Größe 225/40 R18 H/V passt laut ADAC auf viele Modelle der unteren Mittelklasse und Mittelklasse. Beispiele sind Audi A3, BMW 1er, Mercedes A-Klasse, Opel Astra, Škoda Octavia, Toyota Camry und VW Golf, das Testfahrzeug dieses Durchgangs. Welche Größe für Ihr Fahrzeug freigegeben ist, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 und im CoC-Papier.

Zur Bezeichnung: 225 gibt die Breite in Millimeter an, 40 das Höhen-Breiten-Verhältnis in Prozent, R steht für Radialbauart und 18 ist der Felgendurchmesser in Zoll. Hinter der Dimension folgen Lastindex und Geschwindigkeitsindex, im Test H (bis 210 km/h) oder V (bis 240 km/h). Wer sich unsicher ist, welche Reifen freigegeben sind, findet die Grundlagen im Ratgeber Reifengröße berechnen.

Nordische Reifen und Ganzjahresreifen als Alternative?

Ein häufiges Missverständnis betrifft nordische Winterreifen mit zusätzlichem Eissymbol auf dem Reifenlabel. Der ADAC schreibt, dass diese Reifen für hiesige Gefilde keine sinnvolle Alternative zu mitteleuropäischen Winterreifen darstellen. Sie bieten mehr Grip auf Schnee und Eis, zeigen aber in allen anderen Kriterien auf trockener und nasser Fahrbahn ein deutlich unsichereres Verhalten. In Deutschland überwiegen mildere Bedingungen, sodass man die meiste Zeit im Nachteil unterwegs wäre.

Wer weniger Kilometer im Winter fährt und selten Schneelagen sieht, kann alternativ zu einem geprüften Ganzjahresreifen greifen. Wer wechselt, sollte die aktuellen Ganzjahresreifentests des ADAC prüfen. Grundsätzliche Regeln zu Profil und Reifenpflicht finden Sie in unseren Ratgebern Winterreifen-Profiltiefe und Winterreifenpflicht.

Testmethodik: so hat der ADAC 2025 geprüft

Trockene Fahrbahn wurde auf einem Bridgestone-Testgelände in Italien und dem ADAC-Prüfgelände in Penzing/Bayern gemessen, Nässe und Geräusch auf einem Continental-Testgelände in Deutschland, Verschleiß mittels Straßenkonvoifahrten rund um Landsberg am Lech, Schnee auf dem herstellerunabhängigen Gelände von Testworld in Finnland und Eis auf einer Continental-Eisteststrecke. Pro Modell werden 28 Reifen anonym im freien Handel eingekauft. Die Preise werden zu einem festgelegten Stichtag vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) bei 25 Reifenfachhändlern erhoben.

Bei den Notengrenzen gilt: Die Skala reicht von sehr gut (0,6 bis 1,5) über gut (1,6 bis 2,5) und befriedigend (2,6 bis 3,5) bis ausreichend (3,6 bis 4,5) und mangelhaft (4,6 bis 5,5). Zusätzlich greifen laut ADAC Durchschlageffekte: Erreicht ein Reifen in einem Kriterium eine festgelegte Mindestnote nicht, zählt dieses Kriterium zu 100 Prozent, sodass eine schwache Einzelleistung nicht durch gute Noten an anderer Stelle ausgeglichen werden kann. Bei der Auswahl der Testreifen spielt das EU-Reifenlabel eine Rolle: Nur Modelle mit der Nasshaftungsklasse C oder besser kommen in den Test.

Für Ihre Kaufentscheidung heißt das: Die Testpreise wurden zu einem Stichtag bei 25 Reifenfachhändlern erhoben, aktuelle Preise können abweichen. Wer ein günstiges Angebot sucht, sollte Onlinehändler und lokale Werkstätten vergleichen. Beim Zeitpunkt hilft die Regel O bis O (Oktober bis Ostern) zur Orientierung. Wer die alten Reifen einlagern lässt, findet Preisspannen im Ratgeber Reifen einlagern Kosten. Wer noch vor dem Wechsel steht, wird im Ratgeber Winterreifen wechseln fündig.

Alle Noten, Preise und Angaben stammen aus dem ADAC-Winterreifentest vom 23.09.2025 sowie der zeitgleichen ÖAMTC-Auswertung und der TCS-Veröffentlichung. Prüfen Sie vor dem Kauf aktuelle Angebote sowie Nachfolgemodelle, die nach der Testveröffentlichung eingeführt werden können.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist Testsieger im ADAC-Winterreifentest 2025 in 225/40 R18?

Der Goodyear UltraGrip Performance 3 mit der Gesamtnote 2,0 (gut). Er punktet in allen Disziplinen und erreicht laut ADAC eine prognostizierte Laufleistung von 76.000 Kilometern.

Wie viele Winterreifen wurden in 225/40 R18 geprüft?

31 Modelle, so viele wie noch nie in einer Dimension. Aufgeteilt in sechs Premium-, elf Quality- und 14 Budget-Reifen.

Warum sind alle mangelhaften Reifen Budget-Modelle?

Laut ADAC hatten die elf mangelhaften Reifen vor allem in der Fahrsicherheit große Probleme. Sie stammen alle aus dem Einstiegssegment. Zwei Budget-Modelle bilden mit befriedigend eine Ausnahme.

Auf welche Autos passt die Reifengröße 225/40 R18?

Laut ADAC unter anderem auf Audi A3, BMW 1er, Mercedes A-Klasse, Opel Astra, Škoda Octavia, Toyota Camry und VW Golf. Verbindliche Auskunft geben Zulassungsbescheinigung Teil 1 und CoC-Papier.

Wie groß ist der Bremsweg-Unterschied im Test?

Beim Nassbremsen aus 80 km/h liegen zwischen dem besten und dem schlechtesten Reifen laut ADAC über 15 Meter. Wenn der Goodyear-Reifen bereits steht, hat der Syron Everest 2 noch knapp 46 km/h auf dem Tacho.

Ist der Winterreifentest 225/40 R18 auch für ÖAMTC und TCS gültig?

Ja. Der Test wurde gemeinsam ausgewertet. Die Ergebnisse von ADAC, ÖAMTC und TCS stimmen überein, die Notenbezeichnungen unterscheiden sich (ÖAMTC nutzt sehr gut bis nicht genügend, TCS sehr empfehlenswert bis nicht empfehlenswert).

Quellen

Stand: September 2026. Preise und Bedingungen können sich ändern, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.