Die QJ Motor SVT 300 ist die Supermoto-Variante der Mittelklasse-Einsteigerklasse. 292 ccm Einzylinder, 27 PS, 158 kg vollgetankt, 17-Zoll-Speichenräder, Bosch-ABS – und ein Listenpreis von 4.199 Euro. Damit ist sie die günstigste neue Supermoto 2026 im deutschen Markt. Wir haben sie in Stadt, auf der Landstraße und im Kurventraining getestet.
Technische Daten
Das Aggregat ist der bekannte 292 ccm Einzylinder, der auch in der SRV 300 verbaut ist. 20 kW (27 PS) bei 8.500 U/min, 25 Nm Drehmoment. Sechsgang, Kettenantrieb, Nasssumpfschmierung. Trockengewicht 143 kg, vollgetankt 158 kg.
Die Supermoto-Auslegung zeigt sich in 17-Zoll-Speichenrädern vorne und hinten, Straßenreifen (Pirelli Diablo Rosso III oder vergleichbar), hoher Heckpartie, kurzem Windschild und sportlicher Ergonomie mit erhöhten Fußrasten.
Optik und Qualität
Die SVT 300 wirkt aggressiv und erinnert optisch an die KTM 390 SMC R oder die Husqvarna Vitpilen. Die Verarbeitung ist für die Klasse solide, die Farbgebung lebendig, die Sitzbank knapp aber nicht unbequem.
Fahrwerkseitig ist sie auf sportliches Stadt- und Landstraßen-Fahren ausgelegt. Die Sitzhöhe beträgt 825 mm – typisch Supermoto. Für Fahrer unter 165 cm Körpergröße kann das herausfordernd werden.
Motor und Getriebe
Der Einzylinder dreht gerne und reagiert direkt auf Gasbefehle. Bei sportlicher Stadt-Fahrt macht das Spaß, bei entspannten Landstraßen-Etappen läuft er im sechsten Gang bei 100 km/h ruhig mit 5.500 U/min.
Das Getriebe schaltet präzise, die Kupplung ist gut dosierbar. Die Drehmomentkurve steigt linear, was bei Supermoto-Einsatz (schnelle Richtungswechsel, Anbremsphasen) sehr hilfreich ist.
Fahrwerk und Agilität
Upside-Down-Gabel vorne (41 mm), einstellbares Zentralfederbein hinten. Die Federungsabstimmung ist für Straßenbetrieb angenehm straff, ohne hart zu sein. In der Stadt bleibt der Komfort akzeptabel, auf welliger Landstraße kommt das Fahrwerk nicht an die Spitze.
Die Agilität ist herausragend. Mit 158 kg und 17-Zoll-Bereifung fährt die SVT 300 unglaublich handlich, der Lenkeinschlag ist groß, der Wendekreis klein. Für Stadtfahrer und Fahrschulen ein klarer Vorteil.
Bremsen und Handling
320-mm-Einzelscheibe vorn mit Zweikolben-Sattel, ABS serienmäßig. Die Bremsperformance ist für die Klasse überdurchschnittlich – bei sportlicher Fahrweise erreicht sie fast Motorrad-Niveau der nächsten Klasse.
Das Handling ist das Paradebeispiel einer guten Supermoto: Direkt, wendig, vorhersehbar. Im Slalom und bei langsamen Kurven (Parkplatz, Stop-and-Go) ein echtes Spaßgerät. Für Fahranfänger pädagogisch wertvoll: Fehler werden sofort bemerkt.
Vergleich zur Konkurrenz
KTM 390 SMC R (44 PS, 5.999 Euro) ist schneller und prestigeträchtiger, kostet aber 1.800 Euro mehr. Husqvarna Vitpilen 401 (44 PS, 6.549 Euro) positioniert sich in ähnlicher Klasse. Yamaha XSR 125 (15 PS, 5.295 Euro) hat zu wenig Leistung. Aprilia RX 125 (15 PS, 4.890 Euro) ist ein 125er.
Die SVT 300 ist 2026 die günstigste voll ausgestattete Supermoto der A2-Klasse. Für Fahrer, die Spaß am sportlichen Stadt-Fahren haben und nicht das maximale Drehmoment der 390er brauchen, ist sie eine echte Alternative.
Verbrauch und Alltag
Im Test haben wir 3,4 l/100 km gemessen. Sport-Fahrweise kann auf 4,2 l steigen, entspannte Fahrten reichen bis 3,0 l hinab. Bei 14 Liter Tank ergibt das 330-450 km Reichweite.
Im Alltag punktet die SVT 300 durch niedrigen Wartungsaufwand, einfache Ergonomie und günstige Unterhaltskosten. Versicherung in SF 1 liegt bei rund 160 Euro Haftpflicht. Kfz-Steuer 21,60 Euro jährlich.
Fazit
Die SVT 300 ist 2026 die günstigste neue Supermoto im deutschen Markt. Für Einsteiger, Pendler mit Fahrspaß-Anspruch und A2-Fahrer auf der Suche nach maximaler Agilität eine klare Empfehlung. Verarbeitung und Ausstattung sind solide, der Preis-Leistungs-Vorteil gegenüber KTM und Husqvarna deutlich.
Wer mehr Leistung will, nimmt eine 390er SMC R oder die SRK 500. Wer das günstigste A2-Spaßmotorrad mit Supermoto-Charakter sucht, findet in der SVT 300 eine echte Alternative.