Fahrradträger Test: 13 Heckträger im ADAC-Vergleich 2025

Testsieger im ADAC-Fahrradträger-Test 2025 ist der Uebler i21 Z90 mit der Gesamtnote 1,5 (sehr gut) für rund 730 Euro. Der ADAC prüfte gemeinsam mit dem Schweizer Automobilclub TCS 13 klappbare Heckträger für die Anhängerkupplung. Zehn Modelle erhielten das Urteil gut, zwei nur befriedigend. Gute Träger gibt es bereits ab rund 400 Euro.

Testsieger Uebler i21 Z90: Note 1,5 für rund 730 Euro

Als einziges Modell im ADAC-Test von 13 kipp- und faltbaren Heckträgern erreichte der Uebler i21 Z90 das Gesamturteil 'sehr gut' (1,5). Der Träger punktet mit einer eigenständigen Montageart: Er wird vertikal auf die Anhängerkupplung aufgesetzt und beim Herunterklappen als Hebel zum Spannen genutzt. Damit ist er zugleich das leichteste Modell im Test mit einem Eigengewicht von 13,2 Kilogramm und benötigt zusammengefaltet den geringsten Platz.

Der Preis liegt mit 727 Euro am oberen Ende des Testfelds. Der ADAC weist darauf hin, dass das Modell zum Testzeitpunkt noch Uebler i21 mit Variante 90 Grad hieß und mittlerweile umbenannt wurde. Direkt hinter dem Testsieger folgen mit einer Gesamtnote von 1,6 der MFT compact 2e+1 (448 Euro), der Thule EasyFold XT2 (691 Euro) und der XLC Azura Xtra WT VC-C10 (469 Euro). Die drei Modelle erhielten allesamt das Urteil 'gut'. Der ÖAMTC führte denselben Test mit gleichem Ergebnis: Uebler i21 auf Rang eins, gefolgt vom MFT.

Alle 13 Heckträger im ADAC-Test 2025 im Überblick

Der ADAC bewertete zusammen mit dem TCS ein Modell mit 'sehr gut', zehn Modelle mit 'gut' und zwei Modelle mit 'befriedigend'. Kein Träger fiel durch. Die Gesamtnote setzt sich aus Handhabung (40 Prozent), Qualität (40 Prozent) und Sicherheit (20 Prozent) zusammen. Bewertet wurden unter anderem Erstmontage, Montage und Demontage am Auto, Reparaturfreundlichkeit, Faltmechanismus, Material und Verarbeitung, Diebstahlsicherung, Verhalten bei Vollbremsungen aus 100 und 20 km/h, ein Bremsschwellentest sowie das Ausweichen.

Die Preisspanne der geprüften Modelle reicht von rund 280 Euro (Fischer ProLineEvo 2) bis 727 Euro (Uebler i21 Z90). Acht Träger mit dem Urteil 'gut' lagen in der Preisklasse um 400 Euro. Ein hoher Preis garantiert also nicht automatisch das beste Ergebnis, ein sehr niedriger Preis endet aber auch nicht selten in einer schwächeren Bewertung. Für den Transport von zwei E-Bikes zulässig sind alle Modelle des Testfelds mit jeweils bis zu 30 Kilogramm pro Rad.

Testverlierer und günstige Modelle: Menabo und Fischer

Am Ende der Tabelle steht der Menabo Antares 2 mit einer Gesamtnote von 2,7. Er erhielt als letztplatzierter Heckträger noch das Urteil 'befriedigend'. Grund für die schwache Bewertung sind laut ADAC der aufwendige Erstaufbau und die sperrige Bedienung. Beim Menabo muss der Spannhebel nicht seitlich, sondern nach hinten gespannt werden, was die Montage im zusammengefalteten Zustand erschwert.

Das günstigste Modell im Test kam von Fischer und kostete rund 280 Euro. Der Fischer ProLineEvo 2 erhielt die Gesamtnote 2,6 und damit das zweitschlechteste Ergebnis. Bei ihm muss die Klemmkraft für die Befestigung auf der Anhängerkupplung mit einem Inbusschlüssel eingestellt werden. Preis-Leistungs-freundliche Alternativen mit dem Urteil 'gut' sind unter anderem der Norauto E-Fit 200-2 (400 Euro, Note 1,7), der Oris Tracc (395 Euro, Note 1,7) und der Westfalia Bikelander Classic (403 Euro, Note 1,8).

ADAC-Fahrradträger-Test 2025: 13 Heckträger für die Anhängerkupplung im Vergleich
ModellPreis in EuroADAC-Gesamtnote
Uebler i21 Z907271,5 (sehr gut)
MFT compact 2e+14481,6 (gut)
Thule EasyFold XT26911,6 (gut)
XLC Azura Xtra WT VC-C104691,6 (gut)
Norauto E-Fit 200-24001,7 (gut)
Oris Tracc3951,7 (gut)
Atera Genio Pro Advanced6271,8 (gut)
Hapro Atlas Premium Xfold 24251,8 (gut)
Westfalia Bikelander Classic4031,8 (gut)
Bullwing SR73252,0 (gut)
Eufab Premium3662,2 (gut)
Fischer ProLineEvo 22832,6 (befriedigend)
Menabo Antares3272,7 (befriedigend)

Fix4Bike: neue Befestigung mit seitlichen Pins

Neben den 13 Testkandidaten prüfte der ADAC drei weitere Träger (Thule, MFT, Oris) in der sogenannten Fix4Bike-Variante außer Konkurrenz. Fix4Bike ersetzt die klassische Klemmung am Kugelkopf durch eine Fixierung über zwei Zapfen unterhalb des Kugelkopfs. Der Träger wird mit einem Klick eingerastet und ist damit deutlich schneller montiert als bei herkömmlichen Systemen.

Voraussetzung ist eine spezielle Anhängerkupplung mit dem passenden Kugelkopf. Diese ist laut ADAC bei aktuellen Modellen von Volvo und Tesla serienmäßig lieferbar und für die meisten anderen Fahrzeuge als Option erhältlich. Beim Test funktionierte die Fix4Bike-Montage bei Thule und MFT einwandfrei. Nur das Modell von Oris verhakte sich bei der Demontage regelmäßig und ließ sich dann nur mit deutlichem Kraftaufwand wieder lösen. Normale Anhängerkupplungen haben die seitlichen Pins nicht, umgekehrt sind Fix4Bike-Kupplungen mit allen gängigen Trägern kompatibel. Wenn Sie noch keine Anhängerkupplung besitzen und häufig Räder transportieren, ist die Nachrüstung inklusive Fix4Bike-Option eine praktische Kombination. Details dazu im Ratgeber Anhängerkupplung nachrüsten.

Systemvergleich: Anhängerkupplung, Dach oder Heckklappe?

Bereits 2022 hatte der ADAC drei Trägersysteme grundsätzlich miteinander verglichen, jeweils ein Modell aus dem oberen Preisbereich. Ergebnis: klarer Sieger ist der Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Er bietet die komfortabelste Handhabung, das beste Ergebnis im City-Crash mit 30 km/h und den geringsten Mehrverbrauch. Zum Vergleich der Verbrauchsfahrten bei 130 km/h: Der Träger auf der Anhängerkupplung erhöhte den Kraftstoffverbrauch um maximal 6,3 Prozent, das Dachsystem um 34,2 Prozent, der Fahrradträger für die Heckklappe sogar um 44,3 Prozent.

Der Heckklappenträger zeigte beim Crashtest deutliche Schwächen: Es besteht die Gefahr, dass das System samt Rädern nach hinten abklappt und auf den Boden aufschlägt. Beim Dachträger kollabierte das Aluprofil des Querträgers an den T-Nut-Stellen bei rund zehnprozentiger Überladung, das schwerere E-Bike stürzte im Crash vom Fahrzeugdach. Praktische Folge: Wer regelmäßig Räder transportiert, fährt mit einem Kupplungsträger sicherer und günstiger. Wer keine Kupplung hat, sollte die Nachrüstung prüfen, sie ermöglicht zusätzlich Anhänger und Transportboxen.

Vor dem Kauf: Stützlast, Halterung und Steckdose prüfen

Vor dem Kauf sollten Sie mehrere Punkte klären. Erstens die maximal zulässige Stützlast Ihres Autos aus dem Fahrzeugschein sowie eine gesonderte Angabe des Herstellers für Fahrradheckträger in der Bedienungsanleitung. Das Eigengewicht des Trägers plus das Gewicht aller Räder darf die Stützlast nicht überschreiten. Je leichter der Träger, desto schwerer dürfen die Räder sein. Zum Vergleich: Der Uebler wog 13,2 Kilogramm, der Atera Genio Pro Advanced laut ÖAMTC 21,1 Kilogramm. Ist Ihre Anhängerkupplung nicht sauber und fettfrei, sitzt der Träger nicht sicher.

Zweitens die Halterung: Riemen, Klemmen oder Schraubverschlüsse. Nicht jede Befestigung passt zu jedem Rahmen. Carbonrahmen reagieren empfindlich auf Druck, dicke Mountainbike-Reifen brauchen breite Schienen, sehr schmale Rennradreifen wiederum ein passendes Klemmsystem. Auch die Breite der Schiene ist ein Kaufkriterium: Zu schmal, und die Montage dicker Reifen wird schwierig. Drittens die Steckverbindung des Anhängersteckers, sieben- oder dreizehnpolig, damit die Beleuchtung des Trägers am Fahrzeug funktioniert. Wer teure Räder oder Pedelecs transportiert, achtet zusätzlich auf eine integrierte Diebstahlsicherung sowohl für den Träger als auch für die Räder. Ein weiterer Punkt ist der Platzbedarf im zusammengefalteten Zustand: Beim Uebler reichen 93 Liter, beim Atera sind es laut ÖAMTC 245 Liter, also mehr als doppelt so viel Stauraum in der Garage.

Recht: Kennzeichen, Beleuchtung, Höchstgeschwindigkeit

Beim Betrieb eines Fahrradträgers gelten in Deutschland klare Regeln. Verdeckt der Träger das amtliche Kennzeichen, muss ein sogenanntes Wiederholungskennzeichen angebracht werden. Auf dem Wiederholungskennzeichen muss keine Prüfplakette angebracht sein, wenn diese auf dem Originalkennzeichen lesbar ist. Kennzeichen am Auto und am Heckträger müssen identisch sein. Die Beleuchtungseinrichtung des Fahrzeugs sowie eine vorhandene dritte Bremsleuchte dürfen nicht verdeckt werden. Nach StVZO darf die Ladung nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Schlussleuchten des Heckträgers hinausragen, sonst ist eine zusätzliche Kennzeichnung mit weißer Leuchte nach vorne und roter Leuchte nach hinten Pflicht. Vor der Fahrt sollten Akkus von Pedelecs möglichst entnommen werden, um Diebstahl und unnötiges Gewicht zu vermeiden.

Der ADAC empfiehlt eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h bei Benutzung eines Heckträgers und einen Halt nach 50 Kilometern zur Kontrolle aller Schrauben und Gurte. Abdeckplanen sollten nicht über den Träger gezogen werden, da sie den Luftwiderstand erhöhen und die zulässigen Kräfte am Träger überschreiten können. Bei Fahrten ins Ausland sind länderspezifische Regeln zu Überstand und Beleuchtung zu beachten. Wichtig ist auch das veränderte Fahrverhalten: Der Träger verlängert den Bremsweg und beeinflusst die Reaktion in Extremsituationen, deshalb sollten Sie vorausschauend fahren. Weiterführende Auto-Ratgeber finden Sie unter beste Familienautos und Kofferraum-Ranking SUV.

Alle Testergebnisse und Preise entsprechen dem ADAC-Fahrradheckträger-Test vom 29.04.2025 in Zusammenarbeit mit dem TCS; Preise können sich seither geändert haben.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Fahrradträger ist ADAC-Testsieger 2025?

Testsieger ist der Uebler i21 Z90 mit der Gesamtnote 1,5 (sehr gut) für rund 730 Euro. Er ist zugleich das leichteste Modell im Testfeld mit 13,2 Kilogramm Eigengewicht und benötigt zusammengefaltet den geringsten Platz.

Was kostet ein guter Fahrradträger?

Laut ADAC-Test 2025 gibt es gute Fahrradträger bereits ab rund 400 Euro. Acht Modelle in dieser Preisklasse erhielten das Urteil 'gut'. Der günstigste Träger im Test kostete rund 280 Euro und erhielt eine 'befriedigende' Note.

Dach, Heckklappe oder Anhängerkupplung: was ist besser?

Der ADAC-Systemvergleich 2022 empfiehlt eindeutig den Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Er kombiniert die einfachste Handhabung, das beste Crash-Ergebnis und den geringsten Mehrverbrauch (maximal 6,3 Prozent bei 130 km/h).

Wie schnell darf ich mit Fahrradträger fahren?

Der ADAC empfiehlt eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h bei Benutzung eines Heckträgers. Nach etwa 50 Kilometern sollten alle Schrauben und Gurte kontrolliert werden. Abdeckplanen sind wegen des Luftwiderstands zu vermeiden.

Wann brauche ich ein Wiederholungskennzeichen?

Sobald der Fahrradträger oder die Räder das amtliche Kennzeichen verdecken. Das Wiederholungskennzeichen muss dem Originalkennzeichen entsprechen; eine Prüfplakette ist darauf nicht nötig, wenn sie auf dem Originalkennzeichen lesbar bleibt.

Wie viel Gewicht darf ein Heckträger transportieren?

Maßgeblich ist die zulässige Stützlast der Anhängerkupplung laut Fahrzeugschein sowie die gesonderte Angabe in der Bedienungsanleitung. Das Eigengewicht des Trägers plus alle Räder dürfen diese Grenze nicht überschreiten. Die Testträger sind für zwei Räder à 30 Kilogramm zugelassen.

Quellen

Stand: September 2026. Preise und Bedingungen können sich ändern, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.