🚛 Ausstattung & Zubehör

Anhängerkupplung nachrüsten 2026

Kosten, Varianten & Einbau – Alles für Anhänger & Fahrradträger

🚛 Das Wichtigste in Kürze

Varianten: Starr vs. Abnehmbar vs. Schwenkbar

Typ Preis Vorteile Nachteile
Starr 200-600€ Günstig, robust, wartungsfrei Immer sichtbar, Optik
Abnehmbar 400-1.000€ Unauffällig, flexibel Teurer, Handhabung
Schwenkbar 600-1.200€ Komfortabel, automatisch Teuer, wartungsintensiver

Starre AHK

Ideal für: Häufige Nutzung, Wohnwagen, Pferdeanhänger. Dauerhaft montiert, maximale Stabilität.

Abnehmbare AHK

Ideal für: Gelegentliche Nutzung, Fahrradträger, Wert auf Optik. Kugelkopf kann entfernt werden.

Schwenkbare AHK

Ideal für: Komfort, Premiumfahrzeuge. Kugelkopf klappt elektrisch oder manuell weg.

Komplette Kosten im Detail

Position Kosten
Anhängerkupplung (Material) 200-1.000€
Elektrosatz (7- oder 13-polig) 50-300€
Einbau Werkstatt 150-400€
TÜV-Abnahme 50-100€
Gesamt (typisch) 400-1.500€

E-Satz: 7-polig oder 13-polig?

Der Elektrosatz verbindet die Fahrzeugelektrik mit dem Anhänger:

7-polig (Standard)

  • • Für einfache Anhänger ausreichend
  • • Blinker, Bremslicht, Rücklicht
  • • Kostengünstig: 50-100€
  • • Reicht für Fahrradträger

13-polig (empfohlen)

  • • Zusätzlich: Dauerplus, Rückfahrlicht
  • • Für Wohnwagen obligatorisch
  • • Ladefunktion für Wohnwagenbatterie
  • • Kosten: 100-300€

💡 Empfehlung

Auch wenn Sie aktuell nur einen Fahrradträger nutzen: Investieren Sie in den 13-poligen E-Satz. Der Mehrpreis ist gering, und Sie sind für die Zukunft gerüstet. Adapter von 13 auf 7 kosten nur 10-20€.

Stützlast und Anhängelast

Wichtige Kennzahlen für die Anhängerkupplung:

📊 Erklärung der Werte

  • Stützlast (kg): Maximales Gewicht, das auf die Kupplung drücken darf. Wichtig für Fahrradträger! Typisch 50-100 kg.
  • Anhängelast gebremst: Maximales Gewicht eines gebremsten Anhängers. Steht im Fahrzeugschein Feld O.1.
  • Anhängelast ungebremst: Maximales Gewicht eines ungebremsten Anhängers. Typisch 500-750 kg.
  • D-Wert (kN): Technische Belastbarkeit der AHK. Je höher, desto stabiler.

⚠️ Stützlast für Fahrradträger beachten!

Ein Heck-Fahrradträger mit 2 E-Bikes kann schnell 50-60 kg wiegen. Prüfen Sie, ob die Stützlast Ihrer AHK ausreicht! Im Fahrzeugschein und auf dem AHK-Typenschild nachsehen.

Einbau: Werkstatt oder selbst?

✅ Werkstatt (empfohlen)

  • • Fachgerechter Einbau garantiert
  • • TÜV-Abnahme vor Ort möglich
  • • Gewährleistung auf Arbeit
  • • Einbauzeit: 2-4 Stunden
  • • Kosten: 150-400€ Arbeitszeit

⚠️ Selbst einbauen

  • • Nur für erfahrene Schrauber
  • • Stoßstange muss oft ab
  • • Elektrik kann komplex sein
  • • TÜV-Abnahme separat nötig
  • • Spart ca. 150-300€

TÜV-Abnahme und Eintragung

Bei nachträglich eingebauten Anhängerkupplungen ist eine TÜV-Prüfung erforderlich:

📋 Ablauf der TÜV-Abnahme

  1. 1. Einbau mit allen Unterlagen dokumentieren
  2. 2. ABE/EG-Typgenehmigung der AHK bereithalten
  3. 3. Prüfung bei TÜV, DEKRA, GTÜ etc. (50-100€)
  4. 4. Eintragung in Fahrzeugpapiere
  5. 5. Neue Zulassungsbescheinigung Teil I ausstellen lassen

✅ Tipp: Original-AHK vom Hersteller

Bei Original-Zubehör vom Fahrzeughersteller (z.B. BMW, VW) ist oft keine separate TÜV-Abnahme nötig. Die AHK ist bereits typgeprüft und muss nur eingetragen werden.

Bekannte AHK-Hersteller

Hersteller Besonderheiten Preisklasse
Westfalia Premium, deutsche Qualität, breites Sortiment €€€
Brink Niederländischer Marktführer, gute Qualität €€
Oris (ACPS) Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis €€
Jaeger Spezialist für Elektrosätze €€
Steinhof Günstige Alternative aus Polen

❓ Häufige Fragen zur Anhängerkupplung

Was kostet eine Anhängerkupplung nachrüsten komplett?

Die Gesamtkosten für eine nachgerüstete Anhängerkupplung liegen zwischen 400 und 1.500€. Darin enthalten: AHK (200-1.000€), Elektrosatz (50-300€), Einbau (150-400€) und TÜV-Abnahme (50-100€). Eine starre AHK ist am günstigsten, eine schwenkbare am teuersten.

Brauche ich für die AHK einen TÜV?

Ja, bei nachträglich eingebauten Anhängerkupplungen ist eine TÜV-Abnahme erforderlich. Der Prüfer kontrolliert den korrekten Einbau und die Elektrik. Anschließend wird die AHK in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Bei Original-Zubehör vom Fahrzeughersteller entfällt die Prüfung oft.

Starr oder abnehmbar – was ist besser?

Das hängt von Ihrer Nutzung ab: Starre AHK für häufige Nutzung (Wohnwagen, Pferdeanhänger) – robust und günstig. Abnehmbare AHK für gelegentliche Nutzung oder wenn Ihnen Optik wichtig ist – der Kugelkopf kann entfernt werden. Schwenkbare AHK für maximalen Komfort.

Welcher E-Satz: 7- oder 13-polig?

Für einfache Anhänger und Fahrradträger reicht 7-polig. Für Wohnwagen ist 13-polig Pflicht (Dauerplus, Rückfahrlicht). Wir empfehlen generell 13-polig – der Mehrpreis ist gering und Sie sind flexibel. Adapter von 13 auf 7 kosten nur 10-20€.

Kann ich die AHK selbst einbauen?

Grundsätzlich ja, aber nur für erfahrene Schrauber empfehlenswert. Die Stoßstange muss oft demontiert werden, und die Elektrik kann bei modernen Fahrzeugen komplex sein. Sie sparen ca. 150-300€ Arbeitskosten, müssen aber separat zum TÜV. Bei Fehlern drohen Sicherheitsrisiken.

Wie viel Stützlast brauche ich für einen Fahrradträger?

Für normale Fahrräder reichen meist 50 kg Stützlast (ca. 15 kg Träger + 2x 15 kg Fahrrad). Für E-Bikes sollten es mindestens 75 kg sein, besser 80-100 kg. Prüfen Sie die Stützlast auf dem Typenschild der AHK und im Fahrzeugschein. Überladen ist gefährlich und verboten!

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