Einen Zweitfahrer in der Kfz-Versicherung einzutragen verändert den Fahrerkreis und damit den Beitrag. Die Kosten hängen vor allem vom Alter und der Fahrerfahrung des zusätzlichen Fahrers ab. Junge Fahranfänger können den Jahresbeitrag spürbar erhöhen, erfahrene Fahrer über 25 Jahre wirken sich oft kaum oder sogar senkend aus. Wie Sie den Fahrerkreis anpassen, welche Varianten es gibt und was passiert, wenn ein nicht eingetragener Fahrer einen Schaden verursacht, erfahren Sie hier.
Das hängt vom Alter und der Fahrerfahrung des Zweitfahrers ab. Erfahrene Fahrer über 25 erhöhen den Beitrag kaum, Fahranfänger unter 25 können ihn spürbar steigern. Nutzen Sie einen Tarifrechner für Ihren konkreten Fall.
Der Fahrerkreis ist eines der wichtigsten Tarifmerkmale in der Kfz-Versicherung. Er legt fest, welche Personen das versicherte Fahrzeug führen dürfen, ohne den Versicherungsschutz zu gefährden. Je enger der Fahrerkreis, desto niedriger fällt in der Regel der Beitrag aus, weil das Risiko kalkulierbarer ist.
Die meisten Versicherer unterscheiden folgende Varianten:
Wichtig: Der Beitrag orientiert sich stets am risikoreichsten Fahrer im Fahrerkreis. Ein einzelner Fahranfänger unter 25 Jahren kann den Beitrag stärker erhöhen als drei erfahrene Fahrer über 30.
Die Beitragserhöhung durch einen Zweitfahrer hängt vom Alter, der Fahrerfahrung und dem jeweiligen Versicherungstarif ab. Pauschale Beträge lassen sich nicht nennen, weil jeder Versicherer eigene Kalkulationsmodelle verwendet. Als Orientierung dienen folgende Zusammenhänge:
Nutzen Sie den Kfz-Versicherung-Rechner, um den Beitragsunterschied für Ihren konkreten Fall zu berechnen. Geben Sie die Daten des Zweitfahrers ein und vergleichen Sie den Beitrag mit und ohne Zusatzfahrer.
Das Eintragen eines Zweitfahrers ist in der Regel unkompliziert und jederzeit während der Vertragslaufzeit möglich:
Die Änderung gilt in der Regel ab dem Datum der Meldung. Manche Versicherer gewähren rückwirkenden Schutz, wenn die Meldung zeitnah nach der ersten Fahrt des Zweitfahrers erfolgt — verlassen Sie sich aber nicht darauf und melden Sie den Fahrer vor der ersten Fahrt an.
Verursacht eine Person einen Schaden, die nicht im Fahrerkreis eingetragen ist, hat das ernste Konsequenzen:
Die Obliegenheit, den Fahrerkreis korrekt anzugeben, ergibt sich aus den Allgemeinen Bedingungen für die Kfz-Versicherung (AKB). Verschweigen Sie keinen regelmäßigen Fahrer — im Schadenfall wird der Versicherer die Umstände genau prüfen.
Nicht immer muss ein Zweitfahrer dauerhaft eingetragen werden. Für gelegentliche Nutzung — etwa bei Urlaubsvertretung oder einer Probefahrt — bieten manche Versicherer flexible Lösungen an:
Prüfen Sie bei Ihrem Versicherer, welche dieser Optionen verfügbar ist. Die Kosten einer kurzfristigen Erweiterung sind in der Regel deutlich niedriger als eine dauerhafte Änderung des Fahrerkreises auf ‚beliebig'.
Reale Zuschläge legt jeder Versicherer selbst fest. Das folgende Beispiel arbeitet daher mit einem frei gewählten Ausgangsbeitrag und zeigt nur die reine Rechenlogik.
Angenommen, Ihr Jahresbeitrag beträgt 600 Euro (reines Rechenbeispiel, kein realer Tarif). Berechnet der Versicherer für einen jungen Zweitfahrer einen Zuschlag von 40 Prozent, ergibt sich:
Bei einem erfahrenen Zweitfahrer über 25, für den der Versicherer keinen Aufschlag verlangt, bleibt der Beitrag bei 600 Euro. Ist der Zweitfahrer sogar der risikoärmere Fahrer, während Sie als Versicherungsnehmer das Profil bestimmen, ändert sich am Beitrag ebenfalls nichts.
Die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung der Prozentrechnung. Ihren tatsächlichen Beitragsunterschied ermitteln Sie mit dem Kfz-Versicherung-Rechner. (Stand: 2026 — prüfen Sie aktuelle Tarife.)
Rund um den Fahrerkreis passieren immer wieder dieselben Fehler, die im Schadenfall teuer werden können:
Wenn ein zusätzlicher Fahrer das Auto nur ausnahmsweise nutzt, ist die dauerhafte Erweiterung des Fahrerkreises nicht immer die beste Wahl. Gehen Sie so vor:
Hat der Zweitfahrer bereits ohne Eintragung gefahren, holen Sie die Meldung umgehend nach und schildern Sie dem Versicherer den Sachverhalt offen. Eine nachträgliche Klärung ist besser als ein ungemeldeter Fahrer im Schadenfall.
Die richtige Wahl hängt von Ihrer Nutzungssituation ab:
Vergleichen Sie die Beiträge für verschiedene Fahrerkreis-Varianten mit dem Kfz-Versicherung-Rechner. In der SF-Klassen-Tabelle sehen Sie, wie sich die Schadenfreiheitsklasse auf den Grundbeitrag auswirkt, bevor der Fahrerkreis-Aufschlag hinzukommt.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Orientierung und stellt keine Versicherungsberatung dar — konkrete Beiträge und Bedingungen entnehmen Sie dem Angebot Ihres Versicherers.
Das hängt vom Alter und der Fahrerfahrung des Zweitfahrers ab. Erfahrene Fahrer über 25 erhöhen den Beitrag kaum, Fahranfänger unter 25 können ihn spürbar steigern. Nutzen Sie einen Tarifrechner für Ihren konkreten Fall.
Ja, wenn Sie keinen beliebigen Fahrerkreis vereinbart haben. Jede Person, die das Fahrzeug regelmäßig nutzt, muss im Fahrerkreis genannt sein.
Die Haftpflicht zahlt den Schaden des Unfallgegners, kann aber den Versicherungsnehmer in Regress nehmen. Die Kaskoversicherung kann die Leistung am eigenen Fahrzeug kürzen oder ablehnen.
Ja. Manche Versicherer bieten Tages- oder Wochenpolicen für Zusatzfahrer an. Andere erlauben eine kostenlose Kurzzeitnutzung für eine begrenzte Anzahl von Tagen pro Jahr.
Nur wenn regelmäßig wechselnde Personen das Fahrzeug nutzen. Der Aufschlag gegenüber einem eingeschränkten Fahrerkreis kann erheblich sein. Für gelegentliche Nutzung sind namentliche Eintragung oder Tagesschutz günstiger.
Nicht direkt. Aber wenn der Zweitfahrer älter und erfahrener ist als der Versicherungsnehmer, bestimmt weiterhin der Versicherungsnehmer das Risikoprofil. Der Beitrag steigt dann nicht.