Den einen Testsieger unter den Starthilfe-Powerbanks gibt es nicht, weil verschiedene Fachredaktionen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Bei AUTO BILD überzeugt das Dino Kraftpaket 12V-600A (Note 1,4), bei der AUTO ZEITUNG die Featoo-Powerbank (87 von 100 Punkten). Der ADAC warnte in seinem Test von 2016 vor der Kälteschwäche von Lithium-Akkus. Dieser Ratgeber fasst die wichtigsten Tests zusammen und hilft Ihnen bei der Kaufentscheidung.
AUTO BILD kürt 2024 das Dino Kraftpaket 12V-600A zum Testsieger mit der Note 1,4 (sehr gut). Laut AUTO BILD lieferte es bei 20 Grad fünf Sekunden lang 300 Ampere Startstrom und zählte bei minus 12 Grad zu den zwei Geräten mit guten Ergebnissen.
Drei Fachmagazine haben seit 2024 Starthilfe-Powerbanks geprüft, der letzte ADAC-Test stammt von 2016. Die Ergebnisse lassen sich nicht direkt vergleichen, weil jedes Medium eigene Prüfkriterien, Testfahrzeuge und Bewertungsmaßstäbe nutzt. AUTO BILD vergibt Schulnoten (1,4 bis 2,5), die AUTO ZEITUNG arbeitet mit einer 100-Punkte-Skala und der ADAC benotet nach dem gewohnten Vereinsschema (2,2 bis 4,0).
Auto Motor und Sport hat neun Geräte in zwei Klassen verglichen (Artikel vom Mai 2024, aktualisiert im Juni 2025) und vergibt statt Noten die Stufen 'sehr empfehlenswert', 'empfehlenswert' und 'bedingt empfehlenswert'. Das Dino Kraftpaket, bei AUTO BILD mit Note 1,4 Testsieger, war im Testfeld der AUTO ZEITUNG nicht vertreten. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Blick auf mehrere Tests, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen.
Ein Produkt sticht dennoch heraus: Das Dino Kraftpaket erscheint in drei der vier Tests unter den besten Geräten. Die folgende Tabelle fasst die jeweiligen Testsieger mit Bewertung und Erscheinungsjahr zusammen.
AUTO BILD hat 2024 mobile Starthilfegeräte im Labor und in der Praxis getestet. Der Testsieger ist das Dino Kraftpaket 12V-600A. AUTO BILD schreibt: Mit der Note 1,4 (sehr gut) hat sich das Dino Kraftpaket als besonders brauchbar bewiesen. Laut Hersteller hat es 18.000 mAh (66,6 Wh), im AUTO-BILD-Labor lieferte es bei 20 Grad Celsius fünf Sekunden lang 300 Ampere Startstrom.
Dahinter folgen das Noco Boost Plus GB40 (Platz 2) und das Osram BATTERYstart 400 (Platz 3), beide mit der Note 1,7 (gut). Als Preis-Leistungs-Sieger nennt AUTO BILD das Topdon JS1200 mit der Note 2,0 (gut). Das schwächste Gerät im Test, das Nexpow, erreichte bei Raumtemperatur nur 2,5 Sekunden Startstrom und erhielt die Note 2,5 (befriedigend).
AUTO BILD hat die Geräte auch bei minus 12 Grad Celsius getestet. Laut Redaktion liefern bei minus 12 Grad nur Dino und Osram gute Ergebnisse. Der Booster von Dino versorgt auch bei Minusgraden zuverlässig energiehungrige Anlasser größerer Benzin- und Dieselmotoren mit Strom.
Die AUTO ZEITUNG hat im November 2025 sechs Starthilfe-Powerbanks getestet. Als Testfahrzeug diente ein VW T5 mit 1,9-Liter-TDI-Dieselmotor und 95-Ah-Batterie. Bewertet wurde in vier Kategorien: Funktionalität (maximal 50 Punkte), Qualität (20 Punkte), Sicherheit (20 Punkte) und Nachhaltigkeit (10 Punkte).
Der Testsieger ist die Featoo-Starthilfe-Powerbank. Die Redaktion schreibt: So viel Vielseitigkeit und Qualität macht den Schwergewichts-Champion von Featoo zu unserem klaren Testsieger, der auf 87 von 100 möglichen Punkten kommt. Das Gerät wiegt 1.188 Gramm und schaffte bei Raumtemperatur 15 Startversuche. Bei minus 12 Grad Celsius bringt die Featoo-Powerbank es laut AUTO ZEITUNG noch auf fünf erfolgreiche Startversuche, wo die meisten Rivalen längst den Geist aufgegeben haben. Die Ladezeit beträgt 2 Stunden und 15 Minuten. Zusätzlich verfügt sie über eine LED-Taschenlampe und einen Kompressor.
Preis-Leistungs-Sieger wurde die Sucfocus-Powerbank mit 76 Punkten. Zu einem empfohlenen Verkaufspreis von unter 40 Euro hinterlässt sie laut AUTO ZEITUNG insgesamt einen sehr guten Eindruck. Sie ist mit 16,5 mal 7,9 mal 3,8 Zentimetern die kompakteste im Test und schaffte bei minus 12 Grad noch acht Starts. Insgesamt war jede zweite Powerbank aus dem Test bei tiefwinterlichen Temperaturen nicht mehr zu gebrauchen.
| Test (Jahr) | Testsieger | Bewertung |
| AUTO BILD (2024) | Dino Kraftpaket 12V-600A | Note 1,4 (sehr gut) |
| AUTO ZEITUNG (2025) | Featoo Starthilfe-Powerbank | 87 von 100 Punkten |
| Auto Motor und Sport (2024, aktualisiert 2025) | Dino Kraftpaket 600-12V | sehr empfehlenswert |
| ADAC (2016) | Dino Starthilfe 136102 | Note 2,2 (gut) |
Auto Motor und Sport hat neun Starthilfe-Geräte in zwei Kategorien getestet (Artikel vom Mai 2024, aktualisiert im Juni 2025): Geräte bis 15.000 mAh und Geräte über 15.000 mAh. Getestet wurde an einem Jeep Wrangler mit 2,8-Liter-Diesel und 94-Ah-Batterie sowie an einem Ford Focus 1.5 EcoBoost mit 65-Ah-Batterie. Jedes Gerät musste ohne Nachladen drei Startversuche schaffen. Sofern der Hersteller nichts anderes vorgab, wurde jeweils maximal fünf Sekunden gestartet und 15 Sekunden pausiert.
In der Klasse über 15.000 mAh erhält das Dino Kraftpaket 600-12V (18.000 mAh, 600 Ampere Spitzenstrom) als einziges Gerät die Bewertung 'sehr empfehlenswert'. Der Einhell CE-JS 18/1 mit gleicher Kapazität und das Osram BATTERYstart 400 werden als 'empfehlenswert' eingestuft. In der kleineren Klasse erhalten fünf von sechs Geräten die Bewertung 'empfehlenswert', darunter das Noco GB50 Boost XL (15.000 mAh). Das Profi Power JSF 4000 verfehlt laut Magazin das Urteil 'sehr gut' nur knapp, das Ultimate Speed von Lidl ist 'bedingt empfehlenswert'. Das Magazin fasst zusammen: Alle getesteten Geräte machen einen mindestens befriedigenden, überwiegend sogar guten oder sehr guten Job.
Der ADAC hat 2016 sieben Starthilfe-Booster mit Lithium-Technik getestet. Die damaligen Testmodelle sind zum Teil nicht mehr im Handel, die Erkenntnisse zu Sicherheit und Kälteempfindlichkeit bleiben aber für aktuelle Geräte relevant. Das beste Ergebnis erzielte die Dino Starthilfe 136102 mit der ADAC-Note 2,2 (gut). Dahinter folgen das Afendo 5 in 1 und der Pro User LI400A mit jeweils 2,5. Das Afendo war das einzige Gerät, das bei 0 Grad Celsius noch die angegebene Leistung lieferte.
Drei Geräte fielen bei der Kurzschlussprüfung negativ auf: Beim Xlayer, APA Power Pack 16528 und Kunzer MPB90 schmolzen laut ADAC die Gehäuse jeweils unter starker Wärme- und Rauchentwicklung. Der ADAC wertete sie deshalb auf die Note 4,0 (ausreichend) ab.
Der ADAC stellt grundsätzlich fest: Bei Kälte kommt aus Lithium-Batterien prinzipiell wenig Energie. Bei minus 18 Grad Celsius erreichte kein Gerät die Herstellerangaben. Die Empfehlung des ADAC: Powerbank möglichst bei Raumtemperatur lagern und bei Kälte vor dem Startvorgang behutsam aufwärmen.
Die Testberichte zeigen, dass drei Faktoren den Unterschied zwischen brauchbarer Starthilfe und nutzlosem Gerät ausmachen.
Spitzenstrom und Motortyp: Laut heise genügen für Benziner bis 2 Liter Hubraum etwa 200 Ampere Spitzenstrom. Für einen Diesel mit 2 Litern oder einen Benziner mit 3 Litern Hubraum empfiehlt heise mindestens 600 Ampere. Prüfen Sie außerdem die Hubraumangabe des Herstellers. Bei Kälte sinkt die tatsächliche Leistung erheblich: Bei minus 18 Grad erreichte im ADAC-Test kein Gerät die Herstellerangaben. Achten Sie auf Kapazitätsangaben in Milliamperestunden (mAh) oder Wattstunden (Wh). Je höher die Kapazität, desto mehr Startversuche sind möglich.
Kältetauglichkeit: Die AUTO ZEITUNG zeigt in ihrem Test, dass die Hälfte der geprüften Geräte bei minus 12 Grad unbrauchbar war. Wenn Sie die Powerbank als Winterhilfe im Fahrzeug lagern wollen, achten Sie darauf, dass der Hersteller den Betrieb bei niedrigen Temperaturen ausdrücklich angibt. LiFePO4-Akkus gelten laut heise als langlebig.
Sicherheitsausstattung: Laut ADAC sollte jeder Booster gegen Verpolung, Kurzschluss, Tiefentladung und Überladung geschützt sein. Der ADAC-Test belegt, dass mangelhafte Sicherheitstechnik zu schmelzenden Gehäusen führen kann. Achten Sie auf Prüfzeichen und lesen Sie vor dem ersten Einsatz die Bedienungsanleitung vollständig.
Die folgenden allgemeinen Hinweise ersetzen nicht die Bedienungsanleitung Ihres Geräts.
Der ADAC rät, Starthilfe nur dann selbst zu geben, wenn ein Defekt an Fahrzeug oder Batterie sicher ausgeschlossen ist, und sonst einen Pannenhelfer zu rufen. Bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-System gehört die Minusklemme laut ADAC an den vorgesehenen Massepunkt, nicht an den Batteriepol. Ein tiefentladener Akku kann andere Ursachen haben als eine altersschwache Batterie. Wie Starthilfe mit einem zweiten Auto funktioniert, erklärt der Ratgeber Starthilfe geben.
Alle genannten Testergebnisse stammen aus den Tests von AUTO BILD (2024), auto motor und sport (2024, aktualisiert 2025), AUTO ZEITUNG (2025) und ADAC (2016). Verfügbarkeit und Modellstände können abweichen.
AUTO BILD kürt 2024 das Dino Kraftpaket 12V-600A zum Testsieger mit der Note 1,4 (sehr gut). Laut AUTO BILD lieferte es bei 20 Grad fünf Sekunden lang 300 Ampere Startstrom und zählte bei minus 12 Grad zu den zwei Geräten mit guten Ergebnissen.
Die AUTO ZEITUNG kürt im November 2025 die Featoo-Powerbank zum Testsieger mit 87 von 100 Punkten. Sie schaffte bei minus 12 Grad noch fünf erfolgreiche Startversuche.
Die Leistung sinkt bei Kälte erheblich. Die AUTO ZEITUNG stellt fest, dass jede zweite Powerbank bei tiefen Wintertemperaturen unbrauchbar ist. Der ADAC bestätigt: Bei Kälte kommt aus Lithium-Batterien prinzipiell wenig Energie. Lagern Sie die Powerbank möglichst bei Raumtemperatur.
Laut heise empfehlen sich für einen Diesel mit 2 Litern Hubraum mindestens 600 Ampere Spitzenstrom, für Benziner bis 2 Liter reichen etwa 200 Ampere. Maßgeblich ist die Hubraumangabe des Herstellers; bei Kälte liegt die tatsächliche Leistung laut ADAC-Test deutlich unter den Herstellerangaben.
Der jüngste ADAC-Test stammt aus dem Jahr 2016. Die getesteten Modelle sind zum Teil nicht mehr erhältlich. Die Erkenntnisse zu Kälteempfindlichkeit und Kurzschlusssicherheit gelten jedoch für aktuelle Lithium-Geräte weiterhin. Aktuellere Einzeltests gibt es bei AUTO BILD (2024) und AUTO ZEITUNG (2025).
Viele Starthilfe-Powerbanks haben zusätzlich USB-Anschlüsse zum Laden von Smartphones; welche Anschlüsse und Ladeleistungen ein Gerät bietet, steht in den Herstellerangaben. Laden Sie die Powerbank danach wieder vollständig auf, damit sie im Notfall einsatzbereit bleibt.
Stand: September 2026. Preise und Bedingungen können sich ändern, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.