Technik

OBD2-Diagnose selber machen: Fehlerspeicher auslesen

Mit einem OBD2-Adapter und der richtigen App können Sie den Fehlerspeicher Ihres Autos selbst auslesen und viele Probleme frühzeitig erkennen. Wir zeigen, wie es geht und welche Geräte empfehlenswert sind.

Was ist OBD2?

OBD2 (On-Board-Diagnose, 2. Generation) ist ein standardisiertes Diagnosesystem, das seit 2001 in allen in der EU verkauften Benzinern und seit 2004 in allen Diesel-Pkw Pflicht ist.

Empfohlene OBD2-Adapter und Apps

Gerät Preis Eignung
ELM327 Bluetooth10 - 25 €Einsteiger, Basis-Diagnose
OBDLink MX+80 - 100 €Fortgeschritten, schnell
Carly Adapter60 € + App-AboMarkenspezifisch, Codierung
VCDS (VW/Audi)200 - 350 €Profi-Diagnose für VAG

Beliebte Apps: Torque Pro (Android, 4 €), Car Scanner (iOS/Android, kostenlos/Pro), Carly (iOS/Android, Abo 6 €/Monat).

Die wichtigsten Fehlercodes

OBD2-Fehlercodes folgen einem System:

Googeln Sie den Fehlercode zusammen mit Ihrem Fahrzeugmodell für spezifische Informationen und Erfahrungsberichte aus Foren.

Schritt-für-Schritt: Fehlerspeicher auslesen

  1. OBD2-Adapter in die Buchse unter dem Armaturenbrett stecken
  2. Zündung einschalten (Motor kann aus bleiben)
  3. App starten und Bluetooth/WLAN-Verbindung herstellen
  4. Fehlerspeicher auslesen - dauert 10-30 Sekunden
  5. Fehlercodes notieren und recherchieren
  6. Optional: Fehlerspeicher löschen (nach Reparatur)

Achtung: Fehlerspeicher löschen entfernt auch die Motorkontrollleuchte. Wenn der Fehler weiterhin besteht, leuchtet sie nach wenigen Fahrkilometern wieder auf.

Häufige Fehler bei der Eigendiagnose

Häufige Fragen

Kann ich den Fehlerspeicher selbst auslesen?

Ja, mit einem OBD2-Adapter (ab 15 Euro) und einer Smartphone-App können Sie den Fehlerspeicher auslesen. Das funktioniert bei allen Fahrzeugen ab Baujahr 2001 (Benziner) bzw. 2004 (Diesel). Die Handhabung ist einfach und in 5 Minuten erledigt.

Was kostet ein OBD2-Adapter?

Einfache Bluetooth-Adapter gibt es ab 15-25 Euro, empfehlenswerte Modelle wie der OBDLink MX+ kosten 80-100 Euro. Für markenspezifische Diagnose (z.B. VCDS für VW/Audi) werden 200-350 Euro fällig. In der Werkstatt kostet das Auslesen 30-80 Euro.

Darf ich den Fehlerspeicher vor der HU löschen?

Technisch ja, aber es bringt nichts: Der TÜV-Prüfer erkennt, ob der Fehlerspeicher kürzlich gelöscht wurde (Readiness-Codes). Zudem müssen bestimmte Fahrzyklen absolviert sein, damit alle Systeme als geprüft gelten. Wir raten davon ab.