Wallbox Testsieger: Welche Tests aktuell sind und wer gewonnen hat

Einen Wallbox Testsieger 2026 gibt es nicht: Bis September 2026 haben wir keinen in diesem Jahr veröffentlichten Wallbox-Test von ADAC, ÖAMTC oder Stiftung Warentest gefunden. Den neuesten uns bekannten ADAC-Test vom Dezember 2025 für eichrechtskonforme Wallboxen gewann die KEBA KeContact P40 mit Note 1,6. Bei günstigen Modellen siegte im Oktober 2024 die Delta AC MAX Basic mit Note 1,7 für 199 Euro. Der letzte gefundene Test der Stiftung Warentest ist von 2022.

Die wichtigsten Wallbox-Tests auf einen Blick

Wer nach dem Wallbox Testsieger sucht, findet nicht eine Rangliste, sondern mehrere Tests mit ganz unterschiedlichen Testfeldern. Der ADAC prüft seit Jahren getrennt nach Einsatzzweck: günstige Einsteigerboxen, Wallboxen für Solaranlagen, mobile Ladegeräte, Boxen der Autohersteller und eichrechtskonforme Modelle für Dienstwagen. Der ÖAMTC in Österreich veröffentlicht ebenfalls Wallbox-Tests, beim Einsteigertest 2024 mit denselben Noten wie der ADAC. Der letzte Wallbox-Test der Stiftung Warentest, den wir gefunden haben, stammt von 2022.

Die Tabelle unten sortiert diese Tests nach Veröffentlichungsdatum. Die Preise sind die Testpreise zum Zeitpunkt der Prüfung, keine aktuellen Marktpreise. Wir vergeben keine eigenen Noten: Jede Bewertung stammt von der jeweils genannten Organisation.

Für die Einordnung gilt eine einfache Regel: Vergleichen Sie Noten nur innerhalb desselben Tests. Eine 1,6 aus dem Dienstwagen-Test und eine 1,7 aus dem Einsteiger-Test sagen nichts darüber aus, welche der beiden Boxen besser ist, weil Testfeld, Preisklasse und Gewichtung verschieden sind.

ADAC-Test Dezember 2025: Wallboxen mit Eichrecht

Der jüngste ADAC-Wallboxtest, den wir gefunden haben, erschien am 11.12.2025 und behandelt eichrechtskonforme Geräte. Solche Boxen brauchen Sie, wenn die geladene Strommenge exakt abgerechnet werden muss: beim E-Dienstwagen, den der Arbeitgeber erstattet, bei Angaben gegenüber dem Finanzamt oder wenn sich mehrere Parteien eine Wallbox teilen. Der ADAC hat zwölf Modelle im Preisbereich von 1100 bis 1979 Euro geprüft.

Beim reinen Laden gab es keine Ausfälle: Bei über 900 Ladeversuchen mit fünf E-Autos brach kein einziger Ladevorgang ab. Testsieger wurde die KEBA KeContact P40 mit der Note 1,6. Sie kostete im Test 1299 Euro und gehört damit zu den günstigeren Geräten im Feld. Gelobt wurden die Ausstattung, die einfache Bedienung, die App mit Exportfunktion für Ladesitzungen und das Kabelmanagement mit Steckergarage.

Den zweiten Platz teilen sich die ABB Terra AC für 1499 Euro und die Charge Amps Dawn Professional DE für 1670 Euro, beide mit der Gesamtnote 1,7. Die ABB zeigt viele Ladeinfos auf einem Display, die Charge Amps nur in der App, verbraucht dafür im Standby 3,6 Watt statt 5,7 Watt.

Der auffälligste Befund betraf die IT-Sicherheit. Beim Modell DaheimLader Business ließen sich an der Wallbox Admin-Passwörter und WLAN-Zugangsdaten auslesen, weitere Schwachstellen reichten bis ins Backend des Herstellers. Der ADAC informierte Hersteller und BSI, der Hersteller lieferte nach eigenen Angaben Updates. Im Ranking landete das Gerät mit dem ADAC Urteil 5,0 auf dem letzten Platz. Für Sie heißt das: Achten Sie bei vernetzten Boxen auf regelmäßige Software-Updates des Herstellers.

Günstige Wallboxen: ADAC und ÖAMTC mit derselben Siegerin

Am 23.10.2024 veröffentlichte der ADAC einen Test von zehn Wallboxen aus dem Einstiegssegment zwischen 199 und 499 Euro. Geprüft wurden Sicherheit, Ausstattung, Funktion und App, dazu kamen über 900 Ladeversuche mit fünf E-Autos ohne Ladeabbruch. Die eingebauten Fehlerstromschutzschalter funktionierten bei allen Modellen normgerecht.

Beim Stand-by-Verbrauch lagen die Unterschiede weit auseinander: Die Box von Pracht verbrauchte zwölfmal so viel wie die sparsamste im Feld, die ABL eMH1. Wichtig für Käufer: Der ADAC ergänzte im Januar 2025, dass die Delta-Wallbox in Shops ausverkauft oder nur noch deutlich teurer zu haben ist. Ein Testsieger ist also nicht automatisch zum Testpreis erhältlich.

Der ÖAMTC veröffentlichte in seinem Wallboxentest 2024-2 acht dieser Boxen im Einsteigersegment zwischen 199 und 650 Euro mit denselben Gesamtnoten wie der ADAC: Auch dort ist die Delta AC MAX Basic mit Note 1,7 Testsieger, gelobt für Zuverlässigkeit, Kabelmanagement und einfache Handhabung.

Veröffentlichte Wallbox-Tests und ihre Testsieger (Stand: September 2026)
TestVeröffentlichtTestfeldTestsiegerNoteTestpreis
ADAC: eichrechtskonforme Wallboxen11.12.202512 Modelle, 1100 bis 1979 EuroKEBA KeContact P401,61299 Euro
HTW Berlin, Fraunhofer ISE und ADAC: Wallbox-Inspektion 2025 (PV-Überschussladen)08.12.20255 LadelösungenAmperfied connect.solar mit PowerMeter 6394,8 % Performance-Index-
ADAC: günstige Wallboxen23.10.202410 Modelle, 199 bis 499 EuroDelta AC MAX Basic1,7199 Euro
ÖAMTC: Wallboxentest 2024-229.10.20248 Modelle, 199 bis 650 EuroDelta AC MAX Basic1,7 (gut)ab 199 Euro
ADAC: mobile Wallboxen04.07.20247 Modelle, 190 bis 1449 EuroJuice Booster 3 air1,61449 Euro
ADAC: Wallboxen für PV-Überschussladen31.10.20238 ModelleFronius Wattpilot Home 11 J 2.01,6938 Euro
ADAC: Wallboxen der Autohersteller20238 Modelle, 500 bis 999 EuroHyundai Wallbox Pulsar Plus1,8911 Euro
Stiftung Warentest: Wallboxen im Test23.02.202212 Modelle, rund 700 bis 1 600 Eurogo-eCharger HOMEfix 11 kW und Wallbox Chargers Commander 2gut (1,8)675 und 1300 Euro

Solaranlage oder Box vom Autohersteller: die ADAC-Tests von 2023

Für das Laden mit Solarstrom testete der ADAC acht Wallboxen, die Ergebnisse erschienen am 31.10.2023. Alle Kandidaten erhielten ein gutes Gesamtergebnis. Die beste Note erreichte mit 1,6 die Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0, die mit 938 Euro zugleich die günstigste Box im Testfeld war. Neuer ist die Wallbox-Inspektion 2025 von HTW Berlin, Fraunhofer ISE und ADAC, veröffentlicht im Dezember 2025, die fünf Ladelösungen beim Überschussladen verglich: Testsieger wurde die Amperfied connect.solar mit dem PowerMeter 63 und einem Wallbox-Performance-Index von 94,8 Prozent.

Ein Kriterium verdient besondere Beachtung, die automatische 1/3-Phasenumschaltung. Mit ihr lädt das Auto an bewölkten Tagen schon einphasig ab einer Mindestleistung von 1,4 kW statt erst dreiphasig ab etwa 4 kW. Laut ADAC haben die Boxen von Fronius, Myenergi und openWB diese Funktion ab Werk, bei KEBA gibt es ein optionales Set, beim Modell von Entratek klappt Überschussladen erst ab 4 kW.

Im selben Jahr prüfte der ADAC acht Wallboxen von Autoherstellern (BMW, Ford, Hyundai, Mercedes, Peugeot, Tesla, Volvo und Volkswagen) zu Preisen zwischen 500 und 999 Euro. Alle acht erreichten ein gutes Ergebnis. Den Sieg mit Note 1,8 holte die Wallbox Pulsar Plus von Hyundai für 911 Euro, dahinter folgten die Mercedes-Benz Wallbox und die Peugeot ePro Full Wallbox mit jeweils 1,9. Beim Stand-by-Verbrauch summierte sich die Peugeot-Box auf 49,9 kWh im Jahr, die VW-Box auf nur 7 kWh.

Mobile Wallboxen: Testsieger mit viel Zubehör

Mobile Wallboxen werden an eine Drehstromsteckdose angeschlossen und lassen sich mitnehmen. Der ADAC veröffentlichte am 04.07.2024 seinen zweiten Test dieser Geräteklasse mit sieben Modellen zwischen 190 und 1449 Euro. Alle Geräte bestanden einen Falltest, einige zusätzlich eine Tauchprüfung, jeweils ohne Beanstandung.

Testsieger wurde der Juice Booster 3 air mit Note 1,6, zugleich mit 1449 Euro das teuerste Gerät. Drei Modelle teilen sich mit Note 1,8 den zweiten Platz: DiniTech NRGkick, Green Cell Habu und Mercedes-Benz Flexibles Ladesystem Pro. Letzter wurde die mit 190 Euro günstigste Box, der Junsun SYCDQ316, mit Note 3,0: Die Ausstattung war mager, und weil das vorgeschriebene Herstellerlabel auf dem Typenschild fehlte, wertete der ADAC die Sicherheit ab.

Beachten Sie: Auch mobile Wallboxen müssen laut ADAC dem Netzbetreiber gemeldet werden. Seine Zustimmung ist nötig, wenn die Summen-Bemessungsleistung 12 kVA je Anlage überschreitet (§ 19 Abs. 2 NAV). An der blauen CEE-Steckdose mit 16 A, wie sie auf Campingplätzen üblich ist, lädt eine mobile Wallbox mit bis zu 3,7 kW.

Stiftung Warentest: der letzte Test stammt von 2022

Die Stiftung Warentest hat ihren Wallbox-Test am 23.02.2022 veröffentlicht, durchgeführt mit dem Testzentrum des ADAC. Geprüft wurden zwölf Wallboxen, die ohne Installation rund 700 bis 1 600 Euro kosteten. Zehn Boxen erreichten das Gesamtergebnis gut, die Modelle von Alfen und PC Electric fielen wegen Sicherheitsmängeln durch.

Zwei Geräte teilten sich den Testsieg: der go-eCharger HOMEfix 11 kW, mit 675 Euro zugleich die günstigste Box, und der Commander 2 von Wallbox Chargers für 1300 Euro. Laut ADAC, der den Test durchführte, überzeugten beide vor allem mit nutzerfreundlicher Handhabung und App-Steuerung. Einen neueren Wallbox-Test der Stiftung Warentest haben wir bis zum Stand dieses Artikels nicht gefunden. Die Preise von 2022 sind deshalb nur noch als historische Einordnung zu verstehen.

So lesen Sie Wallbox-Testergebnisse richtig

Manche Testsieger-Übersichten von Händlern und Herstellern mischen Ergebnisse aus verschiedenen Jahren. Mit diesen Prüffragen trennen Sie belastbare von überholten Angaben:

Kaufkriterien: Was die Tester empfehlen

Aus den Hinweisen von ADAC und ÖAMTC lässt sich eine Checkliste ableiten, die für jede Preisklasse gilt:

Wie sich die Stromkosten beim Laden daheim zusammensetzen, erklärt der Ratgeber E-Auto zu Hause laden.

Alle Noten und Preise stammen aus den genannten Tests zum jeweiligen Testzeitpunkt; aktuelle Preise und Verfügbarkeit können abweichen. Stand: September 2026.

Häufig gestellte Fragen

Welche Wallbox ist aktuell ADAC Testsieger?

Das hängt vom Test ab. Im neuesten uns bekannten ADAC-Test vom Dezember 2025 für eichrechtskonforme Wallboxen siegte die KEBA KeContact P40 mit Note 1,6. Bei günstigen Wallboxen gewann im Oktober 2024 die Delta AC MAX Basic mit Note 1,7, bei PV-Wallboxen 2023 die Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0. In der Wallbox-Inspektion 2025 von HTW Berlin, Fraunhofer ISE und ADAC zum Überschussladen lag die Amperfied connect.solar vorn.

Hat die Stiftung Warentest 2026 Wallboxen getestet?

Bis zum Stand dieses Artikels haben wir keinen neueren Wallbox-Test der Stiftung Warentest als den vom Februar 2022 gefunden. Damals teilten sich der go-eCharger HOMEfix 11 kW und der Commander 2 von Wallbox Chargers den Testsieg.

Ist eine günstige Einsteiger-Wallbox sicher?

Im ADAC-Test vom Oktober 2024 funktionierten die Fehlerstromschutzschalter aller zehn Einsteigerboxen normgerecht, und es gab keinen Ladeabbruch. Unterschiede zeigten sich bei Ausstattung, App und Stand-by-Verbrauch. Entscheidend bleibt die fachgerechte Installation durch eine Elektrofachkraft.

Brauche ich eine Wallbox mit 22 kW?

Meist nicht. Laut ADAC können die meisten Autos ohnehin nur mit maximal 11 kW laden, und 22 kW erfordern eine Genehmigung des Netzbetreibers. Prüfen Sie die Ladeleistung des Bordladers in den Fahrzeugunterlagen.

Welche Wallbox eignet sich für den Dienstwagen?

Für die Abrechnung mit dem Arbeitgeber brauchen Sie einen MID- oder eichrechtskonformen Zähler und eine Exportfunktion für Ladedaten. Testsieger im ADAC-Test solcher Geräte vom Dezember 2025 war die KEBA KeContact P40.

Muss ich meine Wallbox anmelden?

Ja. Nach § 19 Abs. 2 NAV müssen Sie Ladeeinrichtungen dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitteilen. Seine vorherige Zustimmung brauchen Sie, wenn die Summen-Bemessungsleistung 12 kVA je Anlage überschreitet, etwa bei einer 22-kW-Wallbox. Die Meldepflicht gilt nach ADAC-Angaben auch für mobile Wallboxen.

Quellen

Stand: September 2026. Preise und Bedingungen können sich ändern, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.