Plug-in-Hybride (PHEV) kombinieren Elektro- und Verbrennermotor. Die Theorie klingt überzeugend – doch die Praxis zeigt: Nicht für jeden ist ein PHEV die beste Wahl.
Wie funktioniert ein Plug-in-Hybrid?
- Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor
- Größere Batterie als Mild-Hybrid (10-25 kWh)
- Elektrische Reichweite: 50-100 km
- Kann an der Steckdose/Wallbox geladen werden
- Bei leerer Batterie: Fährt wie normaler Hybrid
Vorteile von PHEV
- Keine Reichweitenangst: Verbrenner als Backup
- Kurzstrecken elektrisch: Pendeln ohne Benzin
- Steuervorteile: 0,5% Dienstwagenbesteuerung
- Umweltzonen: E-Kennzeichen möglich
- Geringere Kfz-Steuer: Dank niedrigem CO2-Wert
Nachteile von PHEV
- Hoher Anschaffungspreis: Oft teurer als Verbrenner und E-Auto
- Hohes Gewicht: Zwei Antriebe = mehr Masse
- Komplexe Technik: Mehr potenzielle Fehlerquellen
- Realer Verbrauch: Ohne Laden oft höher als Verbrenner
- Kleine Tanks: Begrenzte Verbrenner-Reichweite
Der Realitätscheck: Verbrauch
WLTP vs. Realität
| Szenario | Verbrauch |
|---|---|
| WLTP-Angabe | 1-2 L/100km |
| Mit täglichem Laden + Kurzstrecke | 2-4 L/100km |
| Mit täglichem Laden + Autobahn | 5-7 L/100km |
| Ohne regelmäßiges Laden | 7-9 L/100km |
Für wen macht PHEV Sinn?
Ideal für:
- Pendler mit < 50 km Arbeitsweg (einfach)
- Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz
- Dienstwagenfahrer (Steuervorteile!)
- Gelegentliche Langstrecken
Weniger geeignet für:
- Vielfahrer mit > 30.000 km/Jahr
- Keine Lademöglichkeit
- Hauptsächlich Autobahn
- Kostenbewusste Käufer
Empfehlenswerte PHEV 2025
- BMW X1 xDrive25e: 89 km elektrisch, ab 48.500 €
- Mercedes A 250e: 82 km elektrisch, ab 43.500 €
- VW Golf eHybrid: 78 km elektrisch, ab 43.000 €
- Hyundai Tucson PHEV: 62 km elektrisch, ab 44.900 €
Fazit: Ein PHEV rechnet sich nur, wenn Sie regelmäßig laden und vorwiegend Kurzstrecke fahren. Sonst ist ein sparsamer Benziner oder ein reines E-Auto oft günstiger.
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