🔌 Lademöglichkeiten im Überblick
| Ladetyp | Leistung | Ladezeit (50 kWh) | Kosten/kWh |
|---|---|---|---|
| Haushaltssteckdose | 2,3 kW | ~22 Stunden | ~0,35 € |
| Wallbox 11 kW | 11 kW | ~5 Stunden | ~0,35 € |
| Wallbox 22 kW | 22 kW | ~2,5 Stunden | ~0,35 € |
| AC-Ladesäule öffentlich | 22 kW | ~2,5 Stunden | 0,40-0,60 € |
| DC-Schnelllader | 50-150 kW | 20-60 Min (80%) | 0,50-0,80 € |
| HPC (High Power) | 150-350 kW | 15-30 Min (80%) | 0,50-0,90 € |
⚠️ Wichtig: Haushaltssteckdose nur für Notfälle!
Normale Steckdosen sind nicht für Dauerbelastung ausgelegt. Bei regelmäßigem Laden besteht Brandgefahr durch Überhitzung. Eine Wallbox ist deutlich sicherer und effizienter.
📦 Wallbox: Kosten & Auswahl
| Wallbox-Modell | Leistung | Preis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| go-e Charger Gemini | 11 kW | ~600 € | App-Steuerung, portabel |
| Heidelberg Wallbox Energy Control | 11 kW | ~500 € | Made in Germany, robust |
| ABL eMH1 | 11 kW | ~700 € | Kompakt, zuverlässig |
| Easee Home | 22 kW | ~900 € | Design, Lastmanagement |
| Webasto Live | 22 kW | ~800 € | PV-Integration, App |
| KEBA KeContact P30 | 22 kW | ~1.200 € | MID-Zähler, Abrechnungsfähig |
11 kW oder 22 kW Wallbox?
✅ 11 kW Wallbox (Empfohlen)
- • Keine Genehmigung nötig (nur Anmeldung)
- • Günstiger in Anschaffung
- • Geringere Installationskosten
- • Für Nachtladen völlig ausreichend
- • Schont den Akku durch langsameres Laden
⚡ 22 kW Wallbox
- • Genehmigungspflichtig beim Netzbetreiber
- • Doppelt so schnell wie 11 kW
- • Höhere Anschlusskosten
- • Sinnvoll bei großem Akku (>80 kWh)
- • Für Vielfahrer mit wenig Standzeit
💡 Tipp:
Die meisten E-Autos laden ohnehin nur mit 11 kW AC, auch wenn eine 22 kW Wallbox angeschlossen ist. Prüfen Sie vorher die maximale AC-Ladeleistung Ihres Fahrzeugs!
🔧 Installation & Voraussetzungen
📋 Voraussetzungen
- ✓ Ausreichend Absicherung im Zählerschrank
- ✓ Erdung / Potentialausgleich vorhanden
- ✓ Eigentümer oder Vermieter-Genehmigung
- ✓ Netzbetreiber-Anmeldung (11 kW) oder Genehmigung (22 kW)
- ✓ FI-Schutzschalter Typ A-EV oder B
💰 Typische Installationskosten
- Elektrikerarbeiten 400-1.000 €
- Kabelverlegung (10-20m) 200-600 €
- Zählerschrank-Anpassung 100-500 €
- FI-Schutzschalter 50-200 €
- Gesamt (typisch) 500-2.500 €
📝 Schritt-für-Schritt Ablauf
- 1 Vor-Ort-Check: Elektriker prüft Hauselektrik und Verlegewege
- 2 Netzbetreiber: Anmeldung (11 kW) oder Genehmigungsantrag (22 kW) - dauert 1-4 Wochen
- 3 Wallbox kaufen: Nach Angebots- und Funktionsvergleich bestellen
- 4 Installation: Fachbetrieb installiert und nimmt in Betrieb (1-2 Stunden)
- 5 Inbetriebnahme: Protokoll, Einweisung, App-Einrichtung
💶 Förderung & Zuschüsse 2026
🏠 Privatpersonen
Kombi-Förderung: PV-Anlage + Speicher + Wallbox. Voraussetzung: E-Auto vorhanden, bidirektionale Wallbox, Eigentum.
Bayern, NRW, Baden-Württemberg und weitere Länder haben eigene Programme. Kommunen teilweise zusätzlich.
Jährlicher Bonus für E-Auto-Besitzer. Einfach online beantragen bei Anbietern wie Geld-für-eAuto.de.
🏢 Unternehmen & Vermieter
Für gewerblich genutzte Fahrzeuge, Mitarbeiterparkplätze und Kundenstellplätze.
War: 900 € pro Ladepunkt für WEG und Vermieter. Neuauflage in 2026 möglich - Newsletter abonnieren!
⚠️ Wichtig bei Förderungen:
Immer VOR dem Kauf und der Installation beantragen! Nachträgliche Anträge werden in der Regel abgelehnt. Fördertöpfe können kurzfristig erschöpft sein.
🏪 Öffentliche Ladesäulen
| Anbieter | AC-Preis/kWh | DC-Preis/kWh | Grundgebühr |
|---|---|---|---|
| ADAC e-Charge | 0,51 € | 0,54 € | 4,99 €/Monat |
| EnBW mobility+ | 0,51 € | 0,61 € | 5,99 €/Monat |
| Maingau EinfachStromLaden | 0,49 € | 0,59 € | 0 € |
| Tesla Supercharger | - | 0,45-0,59 € | 0 € |
| IONITY (Ad-hoc) | - | 0,79 € | 0 € |
| IONITY Passport | - | 0,35 € | 12,99 €/Monat |
Ladesäulen finden
Apps: Chargemap, GoingElectric, A Better Route Planner
Bezahlung
Ladekarte, App, EC/Kreditkarte (Adhoc ab 2026 Pflicht)
Ausbau
120.000+ öffentliche Ladepunkte in Deutschland (2026)
💰 Ladekosten im Vergleich
Rechenbeispiel: 15.000 km/Jahr, Verbrauch 18 kWh/100 km = 2.700 kWh/Jahr
💡 Fazit:
Wer zuhause lädt, spart gegenüber Benzinern ca. 50%. Mit eigener PV-Anlage sind Einsparungen von 80-90% möglich!
💡 10 Tipps für günstiges Laden
Zuhause laden statt öffentlich
80% aller Ladevorgänge finden zuhause statt - nutzen Sie den günstigeren Haushaltsstrom.
Stromtarif mit Nachtstrom nutzen
Spezielle E-Auto-Tarife oder HT/NT-Tarife können 20-30% günstiger sein bei Nachtladung.
PV-Anlage installieren
Eigener Solarstrom kostet nur 8-12 Cent/kWh - ideal mit Wallbox kombinieren.
Kostenlose Lademöglichkeiten nutzen
IKEA, Lidl, Kaufland, Hotels - viele bieten kostenloses Laden beim Einkaufen an.
Richtige Ladekarte wählen
Monatliche Grundgebühr lohnt sich erst ab ca. 100 kWh öffentlichem Laden/Monat.
Beim Arbeitgeber laden
Viele Unternehmen bieten kostenloses oder vergünstigtes Laden für Mitarbeiter.
Schnellladen nur bei Bedarf
DC-Schnellladen ist 40-100% teurer als AC - nur für längere Strecken nutzen.
Nur bis 80% laden
Schnellladen verlangsamt ab 80% erheblich - oft nicht warten, sondern weiterfahren.
Preisvergleich-Apps nutzen
Apps wie Chargeprice oder Going Electric zeigen günstigste Ladesäulen in der Nähe.
THG-Quote verkaufen
50-100€ jährlicher Bonus fürs E-Auto - finanziert quasi 100-200 kWh Strom.
❓ Häufige Fragen zu E-Auto Ladestationen
Brauche ich eine Wallbox oder reicht die Steckdose?
Eine Wallbox ist dringend empfohlen. Normale Haushaltssteckdosen sind nicht für die Dauerbelastung beim E-Auto-Laden ausgelegt und können überhitzen. Eine Wallbox lädt 5-10x schneller, ist sicherer und schont durch kontrolliertes Laden auch den Akku. Die Investition (600-2.000€) lohnt sich langfristig.
Muss ich die Wallbox beim Netzbetreiber anmelden?
Ja, alle Wallboxen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Bei 11 kW reicht eine einfache Anmeldung (Mitteilung). Ab 22 kW ist eine Genehmigung erforderlich, die der Netzbetreiber auch verweigern kann. Die Anmeldung erfolgt über ein Online-Formular beim lokalen Netzbetreiber.
Was kostet eine Wallbox mit Installation?
Eine Wallbox kostet 400-1.500€, die Installation zusätzlich 500-2.500€. Gesamtkosten typischerweise: 1.000-4.000€. Die Installationskosten hängen stark von der Entfernung zum Zählerschrank und dem Zustand der Hauselektrik ab. Bei günstigen Bedingungen sind auch Komplett-Pakete ab 1.200€ möglich.
Gibt es noch Förderung für Wallboxen in 2026?
Die große KfW-Förderung 440 (900€) ist erschöpft. Aktuell gibt es das KfW-Programm 442 "Solarstrom für Elektroautos" mit bis zu 10.200€ für die Kombination PV-Anlage + Speicher + Wallbox. Zusätzlich fördern viele Bundesländer und Kommunen Wallboxen mit 200-1.500€. Unternehmen können KfW 441 nutzen (900€/Ladepunkt).
Kann ich als Mieter eine Wallbox installieren?
Ja, seit Dezember 2020 haben Mieter einen gesetzlichen Anspruch auf Einbau einer Ladestation (WEMoG). Der Vermieter darf nur aus wichtigen Gründen ablehnen. Die Kosten trägt der Mieter. Bei Auszug kann der Vermieter den Rückbau verlangen, muss aber einen Verzicht anbieten, wenn er die Wallbox übernehmen möchte.
Wie lange dauert es, ein E-Auto zu laden?
Mit 11 kW Wallbox: ca. 5-8 Stunden für eine Vollladung (50-70 kWh Akku). Mit 22 kW: ca. 2,5-4 Stunden. Am DC-Schnelllader: 20-40 Minuten auf 80%. Da die meisten E-Autos nachts laden, reicht eine 11 kW Wallbox völlig aus - morgens ist der Akku voll.
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