Die Ölstandskontrolle ist eine der wichtigsten und einfachsten Checks, die Sie selbst durchführen können. Zu wenig Öl kann zu Motorschäden führen!
Wann sollte ich den Ölstand prüfen?
- Mindestens alle 2 Wochen
- Vor langen Fahrten
- Wenn die Öldruckwarnleuchte blinkt
- Bei älteren Fahrzeugen öfter
Voraussetzungen für korrektes Messen
- Motor warm, aber abgestellt: Mindestens 5 Minuten warten
- Fahrzeug eben: Nicht schräg stehen
- Öl muss abgelaufen sein: In die Ölwanne zurückfließen
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Motorhaube öffnen
Entriegeln Sie die Motorhaube und sichern Sie sie mit der Stütze.
Schritt 2: Ölmessstab finden
Der Messstab hat meist einen gelben oder orangefarbenen Griff. Bei neueren Fahrzeugen gibt es oft eine elektronische Anzeige.
Schritt 3: Messstab herausziehen und abwischen
Ziehen Sie den Stab heraus und wischen Sie ihn mit einem fusselfreien Tuch ab.
Schritt 4: Erneut eintauchen und ablesen
Stecken Sie den Messstab vollständig ein, warten Sie 2-3 Sekunden und ziehen Sie ihn wieder heraus.
Schritt 5: Ölstand ablesen
- Zwischen Min und Max: Alles in Ordnung
- Auf oder unter Min: Öl nachfüllen!
- Über Max: Zu viel Öl – kann auch schädlich sein
Öl nachfüllen
So geht es richtig:
- Öleinfülldeckel öffnen (meist mit Ölkannen-Symbol)
- Langsam nachfüllen (max. 0,5 Liter auf einmal)
- 1 Minute warten
- Ölstand erneut prüfen
- Vorgang wiederholen bis Pegel stimmt
Wichtig: Das richtige Öl verwenden!
Verwenden Sie nur Öl mit der korrekten Spezifikation. Diese finden Sie:
- Im Bordbuch/Handbuch
- Auf dem Öleinfülldeckel
- In der Online-Datenbank des Herstellers
Häufige Fehler vermeiden
- Falsches Öl: Kann Motor beschädigen
- Zu viel Öl: Schaum im Öl, schlechte Schmierung
- Messung bei laufendem Motor: Verbrennungsgefahr!
- Fahrzeug schräg: Falsches Messergebnis
Tipp: Halten Sie immer 1 Liter des passenden Motoröls im Kofferraum bereit. So können Sie unterwegs nachfüllen.
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