Der Name Quattro steht seit 1980 für überlegenen Allradantrieb. Was als Rallye-Revolution begann, ist heute ein Synonym für sichere Traktion bei jedem Wetter. Doch nicht jeder Quattro ist gleich.
Die Geschichte des Quattro
1980 stellte Audi den Ur-Quattro vor und revolutionierte den Rallye-Sport. Der permanente Allradantrieb war damals im Serienfahrzeugbau eine Sensation. In den 1980ern dominierten Quattro-Modelle die Rallye-WM.
Die verschiedenen Quattro-Systeme
1. Permanenter Quattro mit Torsen-Differenzial
Einsatz: Längsmotor-Modelle (A4, A5, A6, A7, A8)
- Mechanisches Zentraldifferenzial
- Standardverteilung: 40:60 (vorne:hinten)
- Variabel: 70:30 bis 15:85 möglich
- Kein Steuergerät nötig – rein mechanisch
2. Quattro mit Kronenrad-Differenzial
Einsatz: Sportmodelle (RS4, RS5, RS6, RS7)
- Hinterachsbetonte Grundverteilung: 40:60
- Bis zu 85% Antriebskraft an eine Achse
- Schnellere Reaktionszeit als Torsen
3. Quattro Ultra
Einsatz: A4, A5, Q5 (neuere Modelle)
- Bedarfsgesteuerter Allrad
- Lamellenkupplung statt Differenzial
- Kann komplett auf Frontantrieb umschalten
- Verbrauchsvorteil: Bis zu 0,3 L/100km
4. Quattro mit Haldex-Kupplung
Einsatz: Quermotor-Modelle (A3, Q2, Q3, TT)
- Elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung
- Grundsätzlich Frontantrieb
- Bis zu 100% zur Hinterachse möglich
- Generation 5: Vorausschauende Aktivierung
Vorteile des Quattro-Antriebs
- Traktion: Optimale Kraftübertragung bei jedem Untergrund
- Sicherheit: Bessere Stabilität in Kurven und bei Nässe
- Beschleunigung: Weniger Schlupf aus dem Stand
- Winter: Überlegenes Fortkommen bei Schnee
Welcher Quattro für wen?
| System | Vorteile | Ideal für |
|---|---|---|
| Torsen/Krone | Immer aktiv, sportlich | Enthusiasten, Vielfahrer |
| Quattro Ultra | Effizient, leicht | Alltag, Sparsamkeit |
| Haldex | Kompakt, günstig | Stadtverkehr, gelegentliche Nutzung |
Tipp: Für echtes Quattro-Feeling empfehlen wir Modelle mit Längsmotor und Torsen-Differenzial. Der Allradantrieb ist hier immer aktiv und reagiert rein mechanisch – ohne Verzögerung.
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